Chemnitzer Beckerstraße wird hochwassersicher

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat am Donnerstag mit einer weiteren Hochwasserschutzmaßnahme in Chemnitz begonnen.

Zwischen der Brücke Reichsstraße und der Brücke Treffurthstraße werden am linken Ufer der Chemnitz die Mauern erneuert und gleichzeitig um bis zu einen Meter erhöht. Die Ufermauern waren beim Augusthochwasser 2002 beschädigt und im Anschluss temporär gesichert und repariert worden. Weitere Hochwasserereignisse in den Jahren 2006, 2010 und im Januar 2011 beanspruchten die Mauern ebenfalls kräftig.

Durch die Erhöhung der Mauern sollen die Grundstücke an der Beckerstraße künftig vor Hochwasser geschützt sein, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt (HQ100). Bisher konnten in diesem Bereich lediglich 25 bis 50-jährliche Hochwasser schadlos abgeführt werden.

Diese Maßnahme ist Teil des Hochwasserschutzkonzeptes für die Flüsse Chemnitz und Würschnitz. Sie hat eine hohe Priorität, da sich an der Beckerstraße viele Industrie- und Gewerbebetriebe sowie Wohnhäuser befinden. Der Abschnitt ist etwa 450 Meter lang und besteht aus Stützmauern, die um das Jahr 1900 gebaut wurden.

Die Bauarbeiten sollen in etwa einem Jahr abgeschlossen sein und kosten rund 1,45 Millionen Euro. Für Hochwasserschutzmaßnahmen an der gegenüberliegenden rechten Uferseite läuft derzeit das Genehmigungsverfahren.