Chemnitzer Boxturnier: „Team Sachsen“ triumphiert

Beim „24. Internationalen Chemnitzer Boxturnier“ konnten am Sonntag in der Richard-Hartmann-Halle die Gastgeber jubeln.

Das sächsische Team gewann fünf der dreizehn Finalkämpfe und siegte in der Endabrechnung vor der niederländischen Mannschaft aus Apeldoorn.

Interview: Olaf Leib, Trainer Boxclub Chemnitz

Im letzten Kampf des Turniers zeigte Lokalmatador Philipp Gruner eine starke Vorstellung im Superschwergewicht.

Er dominierte den Kampf gegen den tschechischen Meister Pavel Sour, der immerhin im Viertelfinale den aktuellen deutschen Meister bezwingen konnte.

Nach einem Schlagabtausch über zwei Runden musste der Boxer aus Usti nad Labem aufgeben und Philipp Gruner wurde zum Sieger erklärt.

Zu den Gewinnern im Elite-Bereich zählte auch der Zwickauer Philipp Freund in der Klasse bis 81 Kilo, der seinen Gegner aus Apeldoorn nach Punkten bezwingen konnte.

Auch im Jugendbereich wurden auf sächsischer Seite starke Ergebnisse erreicht.

Wie angekündigt standen die derzeit besten Nachwuchsboxer des Freistaates im Ring und konnten drei Finalkämpfe für sich entscheiden.

Interview: Olaf Leib, Trainer Boxclub Chemnitz

Beim Internationalen Chemnitzer Boxturnier waren in drei Tagen insgesamt 13 Teams am Start, davon sieben aus dem europäischen Ausland.

Trotz hochklassiger Kämpfe lag ein dunkler Schatten in Form von Finanzproblemen über der Veranstaltung.

Die Stadt Chemnitz hatte kurzfristig ihre Unterstützung für das Turnier zurückgezogen.

Dabei handelte es sich um einen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro im Rahmen der Städtepartnerschaft.

Immerhin standen Mannschaften aus vier Chemnitzer Partnerstädten im Ring.

Interview: Olaf Leib, Trainer Boxclub Chemnitz

Der Boxclub Chemnitz als Veranstalter steht nun vor einem großen Loch in der Vereinskasse.

Sollten die Finanzprobleme nicht geklärt werden, könnte auch ein erneuter Start des Vereins in der kommenden Bundesliga-Saison gefährdet sein.