Chemnitzer Friedenstag 2013 – Programm

Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger können am 5. März wieder Gesicht zeigen für Demokratie, Toleranz, ein friedliches Miteinander und Weltoffenheit, gegen Hass und Neofaschismus.

Dafür haben Initiativen, Vereinen und Akteuren ein vielfältiges Programm für den Chemnitzer Friedenstag vorbereitet.

 „Der Chemnitzer Friedentag zeigt, wie viele Menschen sich in Chemnitz für Frieden und Demokratie engagieren. Das macht Mut. Ich wünsche mir, dass viele Chemnitzer und Chemnitzerinnen an den Veranstaltungen teilnehmen und sich gegenseitig bestärken, Fremdenfeindlichkeit und rechten Ideologien keinen Raum zu geben,“ so Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Rechtsextreme den 5. März für ihre ausländerfeindlichen Gedanken und Geschichtsfälschung missbrauchen. Am 5. März setzen die zahlreichen Veranstaltungen ein klares Zeichen für Toleranz, Miteinander und Demokratie.“

 Ein breites Bündnis aus verschiedenen Fraktionen des Stadtrates, der Oberbürgermeisterin, Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaft, Kultur, Sport, Wissenschaft, Kirchen, der Jüdischen Gemeinde, Initiativen, Vereinen und Akteuren der Zivilgesellschaft ruft auch dieses Jahr die Bürgerinnen und Bürger auf, am Chemnitzer Friedenstag teilzunehmen: „Am 5. März jährt sich die Zerstörung von Chemnitz durch die Bombardements am Ende des Zweiten Weltkriegs. Diesen Tag versuchen Rechtsextreme seit Jahren zur Geschichtsfälschung und zur Verbreitung ihres menschenverachtenden Gedankengutes zu nutzen. Die Unterzeichner rufen alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt auf, Gesicht für Demokratie, Toleranz, ein friedliches Miteinander und Weltoffenheit, gegen Hass und Neofaschismus zu zeigen. Kommen Sie an diesem Tag in die Stadt und beteiligen Sie sich an den vielfältigen friedlichen Aktionen für die Demokratie.“

Der Aufruf mit allen Unterzeichnern ist unter www.chemnitz.de zu finden.

 

Programm zum Chemnitzer Friedenstag:

 Um 9 Uhr findet die traditionelle Kranzniederlegung auf dem Städtischen Friedhof statt. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig erinnert an die Zerstörung von Chemnitz und die Opfer der Bombardements als Folgen des von Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkrieges. Treffpunkt ist am Eingang zum Friedhof an der Augsburger Straße/Ecke Grünband.

 Zentraler Anlaufpunkt an diesem Tag wird der Neumarkt sein. Schon tagsüber werden Friedensbilder zu sehen sein, gestaltet von Chemnitzer Schulen und Kindertagesstätten, die das Thema Frieden mit seinen verschiedenen Facetten illustrieren. Aktion C hat für diese Aktion zahlreiche junge Chemnitzerinnen und Chemnitzer begeistern können. Das begehbare Friedenskreuz wird ab 10 Uhr geöffnet sein.

 Sabine Kühnrich von der AG Chemnitzer Friedentag freut sich über die große Resonanz bei den jungen Menschen: „Wir haben mit den Friedensbildern und anderen Aktionen viele Kinder und junge Erwachsene erreicht, die ihre ganz eigene Sicht mitbringen, wie sie in Zukunft leben wollen. Die Entwicklung einer eigenen Perspektive durch die jungen Chemnitzerinnen und Chemnitzer ist wichtig, damit es auch zukünftig friedensstiftende kulturelle und politische Impulse in dieser Stadt gibt.“

 Von sechs Chemnitzer Kirchen werden ab 17 Uhr Friedenswege in Form eines Sternmarsches zum Friedenkreuz auf dem Neumarkt führen. Startpunkte sind die Schloßkirche, die Friedenskirche, die Kreuzkirche, die Probsteikirche, die St.-Petrikirche und die Markuskirche. Dabei können die Chemnitzerinnen und Chemnitzer mit einer Kerze ein Zeichen für würdiges Gedenken und Demokratie zu setzen.

 Im Foyer des Rathauses werden ab 17 Uhr „Reime gegen Rechts“ verlesen.

 Zahlreiche weitere Veranstaltungen beteiligen sich am Chemnitzer Friedenstag, unter anderem eine Demonstration um 16 Uhr am Chemnitzer Hauptbahnhof.

 Zu einer großen zentralen Kundgebung laden zahlreiche Akteure dieser Stadt um 18 Uhr auf den Neumarkt ein. Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig wird der Rektor der TU Chemnitz, Arnold van Zyl, die Hauptrede halten. Musikalisch gestaltet wird das Programm von dem Bläserensemble der Robert-Schumann-Philharmonie, dem Chor der Oper Chemnitz und dem Chor der Jüdischen Gemeinde. Darüber hinaus bringen sich die Antirassismusgruppe am Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium und das Ensemble C der Chemnitzer Musikschule mit kleineren Beiträgen ein.

 Raj Ullrich, Theater Chemnitz, über das Programm: „Wir wollen mit unserem Programm ein deutliches Zeichen für Frieden und Toleranz setzen und mit den Bürgern unserer Stadt gemeinsam innehalten damit Chemnitz auch in Zukunft eine starke , selbstbewusste Stadt bleibt und deren Bürger sich mit Stolz für den Frieden engagieren. Ich hoffe, dass sehr viele Chemnitzerinnen und Chemnitzer sich an diesem so wichtigen Bekenntnis beteiligen und sich am 5. März nicht abhalten lassen mit uns gemeinsam dafür sichtbar einzutreten.“

Eine besondere Performance bietet dieses Jahr der Verein Kunst für Chemnitz. Um 19:30 Uhr wird der erste Teil von „Peremett I“ gezeigt, eine von Prof. Rolf Lieberknecht konzipierte

Installation in Form einer Pyramide. Um 20 Uhr lädt ein Gottesdienst in die Jakobikirche ein. Den Tag beenden wird der zweite Teil der Performance „Peremett II“ um 21 Uhr.