Chemnitzer Gefängnis wird zum Ausstellungsort

Die ehemalige Justizvollzugsanstalt auf dem Chemnitzer Kaßberg wird sich am Samstag für Besucher öffnen.

Grund sind ganz besondere Projekttage, die die Geschichte des Gefängnisses beleuchten.

Eine Gruppe von Studentinnen und Studenten hat die „Tage des offenen Tors“ ins Leben gerufen.

Interview: Amelie Stelzner, Mitorganisatorin

Seit dem Herbst des vergangenen Jahres ist das Team von insgesamt acht Mitstreitern mit der Organisation der Projekttage beschäftigt.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Häftlingsfreikäufe zwischen DDR und BRD.

Von 1965 bis 1989 wurden insgesamt 30.000 politische Gefangene freigekauft und gelangten über das Kaßberggefängnis ins Notaufnahmelager nach Gießen.

Mehrere Ausstellungen werden die Schicksale der Gefangenen während dieser Jahre, aber auch die Zeit davor, eindrucksvoll in Szene setzen.

Interview: Amelie Stelzner, Mitorganisatorin

Den Auftakt zu den „Tagen des offenen Tores“ wird am Samstag 14 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen bilden, die von ihrer politisch bedingten Haftzeit berichten.

Am Abend findet ab 19:30 Uhr eine Theateraufführung mit Musik statt.

Bis zum Mittwoch werden täglich Führungen und einiges mehr angeboten.

Interview: Lea Müllenbach, Mitorganisatorin

Besucher werden gebeten sich warm anzuziehen, da es in den Mauern des Gefängnisses recht kühl ist.

Weitere Informationen zum Programm der Projekttage finden Sie auf der Internetseite „projekt.gedenkort-kassberg.de“.