Chemnitzer Grabungsstelle öffnet Türen

Zum bundesweiten „Tag des Geotops“ am Sonntag erhalten Interessierte einen seltenen Blick durch das „Fenster in die Erdgeschichte“ in Chemnitz.

Das Grabungsteam legt seit etwa vier Jahren an der Glockenstraße im Stadtteil Sonnenberg einen Teil des sogenannten „Versteinerten Waldes“ frei. Dieser ist bei einem Vulkanausbruch vor rund 290 Millionen Jahren entstanden.

Die Archäologen sind gemeinsam mit ihren Helfern auf einen großen verkieselten Baumstamm gestossen. Zu welcher Art das koniferenartige Gewächs gehörte, konnte allerdings noch nicht festgestellt werden. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche neue Funde gemacht. Diese werden am Sonntag gemeinsam mit älteren Fossilien präsentiert.

Interview: Katharina Mengel, Praktikantin im Grabungsteam

Zum „Tag des Geotops“ wird außerdem die Kindergrabungsstätte offen stehen. Dort können junge Forscher wie echte Archäologen auf die Suche nach Stücken des versteinerten Waldes gehen. Außerdem können Besucher neuerdings auf einem Lithophon spielen. Das Instrument, das aus verschiedenen Gesteinen der Ausgrabung besteht, hat ein Absolvent eines Freiwilligen Sozialen Jahres gebaut.

Interview: Katharina Mengel, Praktikantin im Grabungsteam

Das Grabungsteam des Naturkundemuseums Chemnitz wird am Sonntag seine Arbeit ausführlich den Besuchern erläutern. Die Türen sind von 10 bis 17 Uhr geöffnet.