Chemnitzer Grundschulen sollen gleichmäßiger belegt werden

Chemnitz – Ein Beschlussantrag an den Chemnitzer Stadtrat sieht vor, die Chemnitzer Grundschulbezirke neu zuzuschneiden.

Während ein Teil der Chemnitzer Grundschulen gut besucht oder sogar überbelegt ist, fehlt es andernorts in der Stadt an Schülern. Dieses Ungleichgewicht will die Stadtverwaltung mit einer Neuaufteilung der Grundschulbezirke ändern.

Von den derzeit 14 Bezirken sollen nach der Reform nur noch neun übrig bleiben. Durch diese Vergrößerung könnten die Grundschüler gleichmäßiger auf die Einrichtungen verteilt werden. Entspannung erhofft man sich vor allem für die Stadtteile Altendorf, Kaßberg, Adelsberg, Kleinolbersdorf und Schloßchemnitz. Außerdem sollen dadurch die Grundschulen am Stadtrand gestärkt werden.

Mit der Neugestaltung will die Stadtverwaltung auch auf das Ansteigen der Schülerzahlen reagieren. Bereits jetzt fehlen stadtweit insgesamt acht bis zehn Klassenräume, Tendenz steigend. Deshalb ist wohl über kurz oder lang auch ein Grundschulneubau an einer geeigneten Stelle in der Stadt unausweichlich.

Für die Eltern habe die Änderung der Schulbezirke vor allem Vorteile, so die Stadt. So entstünden mehr Wahlmöglichkeiten, welche Einrichtung die eigenen Kinder besuchen könnten. Anträge auf Besuch einer Grundschule in einem anderen Schulbezirk seien dennoch weiter möglich. Ob durch die Neuausrichtung allerdings auch die Kosten für die Schülerbeförderung steigen, müsse die Praxis zeigen.

Oberstes Ziel sei für die Stadt Chemnitz, alle bestehenden Grundschulen zu erhalten. Dies erreiche man nur, wenn alle Einrichtungen auch entsprechend ausgelastet seien.

Über die Vorlage wird der Chemnitzer Stadtrat in seiner Sitzung am 23. August abstimmen.