Chemnitzer Handwerksbetriebe so optimistisch wie nie

Chemnitz – Die Konjunktur im Handwerk brummt in der Region Chemnitz.

Dies geht aus der aktuellen Umfrage der Handwerkskammer Chemnitz unter den Betrieben des Kammerbezirks hervor, die am Freitag in der Schönherr-Fabrik vorgestellt wurde. Der Geschäftsklimaindex ist demnach auf den Höchststand von 50,6 Punkten gestiegen. Laut dem Präsidenten der Handwerkskammer Chemnitz, Frank Wagner, blicken fast 95 Prozent der Betriebe mit positiven Geschäftserwartungen in die Zukunft.

Bei allem Optimismus gibt es allerdings auch Wermutstropfen. So fehlen immer mehr geeignete Bewerber für Ausbildungsplätze. Außerdem ist bei vielen der 6.000 Betriebe, die in den kommenden Jahren übergeben werden, die Nachfolge noch nicht geklärt.

Einer der Betriebe, der von der guten konjunkturellen Lage profitiert, ist das Chemnitzer Orthopädie-Unternehmen „Saxcare“. Stabile Binnennachfrage, niedrige Zinsen und volle öffentliche Kassen bescheren der Firma volle Auftragsbücher. Das es ewig so weitergeht, ist auch aufgrund der unsicheren Weltlage fraglich.

Umso wichtiger ist das Thema der fortschreitenden Digitalisierung, die auch das Handwerk vor große Herausforderungen stellt. In einer Umfrage im Kammerbezirk gibt es dazu keine einheitliche Meinung.

Während jeder fünfte Betrieb die Digitalisierung als Chance begreift, sehen sie 6 Prozent der Befragten eher als Risiko. Der Rest der Handwerksbetriebe sieht sich davon noch nicht sehr betroffen an und sieht diesem Thema zum Teil überfordert entgegen.

An beiden Umfragen nahmen insgesamt mehr als 2.000 Unternehmen aus der Region Chemnitz teil. Zum Kammerbezirk gehören neben Betrieben der Stadt Chemnitz auch Unternehmen aus dem Erzgebirgskreis, dem Landkreis Mittelsachsen und dem Vogtlandkreis.