Chemnitzer Kita setzt Maßstäbe

Die Kindertagesstätte „Rüsselchen“ an der Blücherstraße in Chemnitz präsentiert sich in ganz neuem Gewand.

Nach eineinhalbjähriger Bauzeit entstand hier ein moderner Neubau mit ausgeklügeltem Energiekonzept. Das alte Gebäude wurde zuvor nach gut 50 Jahren aufgrund seines maroden Zustandes abgerissen.

Nun entstand nach dem Entwurf eines Chemnitzer Architekten ein futuristisch anmutendes Hau mit hohen ökologischen Standards.

Interview: Dipl.-Ing. Dankhard Remmler – Freier Architekt

Viel Raum für Kreativität bietet das Haus auch innen. Dabei zeichnet es sich vor allem durch vier große, helle Gruppenräume aus, die sich zur Zeit noch in der Einräumphase befinden.

Sie können dann ab dem 22. August von den kleinen Kita-Besuchern in Anspruch genommen werden. Insgesamt bietet die Einrichtung Platz für 75 Kinder, knapp die Hälfte davon sind unter drei Jahren.

Zudem haben Bastel-und Mehrzweckraum, Garderoben und ein Turnraum ihren Platz im Haus gefunden.

Für die nötige Wärme sorgt eine Solaranlage. Ein Teil der Energie geht zudem in den 30 qm großen Wärmespeicher, der in den Wintermonaten dann das Gebäude beheizt.

Das Konzept ist dabei sogar für die Jüngsten nachvollziehbar, die somit lernen können, wie ihre Kita mit Energie versorgt wird.

Damit besitzt das Gebäude Passivhauseigenschaften, die sich auch in der äußeren Architektur wiederfinden.

Interview: Prof. Mario Reichel – GF Ingenieurbüro für Haustechnik

Abgerundet wird der Komplex durch die rund 1.500 Quadratmeter große Außenfläche mit zahlreichen Spielmöglichkeiten.

Die Kosten für die neugebaute städtische Kindertagesstätte belaufen sich insgesamt auf 2,3 Millionen Euro. Knapp 800.000 Euro davon sind Fördermittel von Bund und Land.