Chemnitzer Kunstszene im Wandel

In der Chemnitzer Galerie Borssenanger am Johannisplatz ist am Donnerstagabend über die Zukunft der Bildenden Kunstszene der Stadt diskutiert worden.

Von den großen Museen der Kunstsammlungen Chemnitz über etablierte Galerien, sowie renommierten und aufstrebenden Künstlern – alle prägen die kulturelle Landschaft der Stadt.

Auf dem Podium diskutierten dabei Galeristen und Künstler vor allem darüber, wie jetzt und in Zukunft von künstlerischer Arbeit gelebt werden kann.

Der wachsende Handel mit Kunst im Internet wird dabei einerseits als Chance für einen besseren Vertrieb gesehen.

Anderseits ist die Hemmschwelle für den Online-Kauf von Kunstwerken noch hoch, auch aufgrund der Angst vor Fälschungen.

Allgemein wünschen sich die Beteiligten eine größere Unterstützung der Stadt Chemnitz für die freie Szene, damit der künstlerische Nachwuchs besser gefördert werden kann.

Diesen zieht es nach wie vor in Städte mit Kunsthochschulen, da sie sich dort bessere Möglichkeiten versprechen.

Dennoch sei Chemnitz durch seine Geschichte und Menschen ein spannender Ort um Kunst zu schaffen. Zudem könnten Künstler hier günstige Räume als Ateliers anmieten.

Das Podiumsgespräch wurde vom Branchenverband „Kreatives Chemnitz“ veranstaltet. Dieser zählt seit seiner Gründung im vergangenen Jahr rund 50 Mitglieder aus der Chemnitzer Kreativ- und Kulturwirtschaft.