Chemnitzer Mitte soll attraktiver werden

Wie zufrieden sind Sie mit ihrer Wohnsituation in Chemnitz?

Machen Sie sich bereits Gedanken innerhalb der Stadt umzuziehen? Die Chancen eine passende Wohnung zu finden stehen nicht schlecht, denn immerhin gibt es in Chemnitz 20 Prozent Leerstand.

Doch nachdem in den vergangenen Jahren viele Chemnitzer ihr Häuschen am Stadtrand gebaut haben, ist jetzt ein gestiegenes Interesse am Wohnen in der Stadt zu verzeichnen.

Das Wohnen direkt in der Stadt wird wieder attraktiver. Diese Aussage lässt die aktuelle Wohnraumbedarfsanalyse zu. So gehen vor allem Zuziehende eher in innenstadtnahe Bereiche. Ein Trend, der mittlerweile auch bei alteingesessenen Chemnitzern zu beobachten ist. Diese suchen verstärkt nach Wohnungen in der Nähe des Stadtzentrums.

Interview: Petra Wesseler (parteilos) – Baubürgermeisterin Chemnitz

Für die Stadtverwaltung stellt sich die Frage, wie sie einzelne Stadtteile oder –gebiete unterstützt, um für Mieter attraktiv zu sein. Eine positive Einwohnerentwicklung weisen die zentrumsnahen Altbauviertel Kaßberg und Schloßchemnitz, aber auch Altendorf und Ebersdorf auf.

Für die Stadt geht vor allem darum, in den nicht so gut entwickelten Stadtteilen das allgemeine Wohnumfeld zu verbessern und Investoren anzulocken. Dabei stehen die Gebiete mit hoher Altbausubstanz besonders im Fokus.

Interview: Petra Wesseler (parteilos) – Baubürgermeisterin Chemnitz

Nun geht es darum, wie künftig die Fördermittel für den „Stadtumbau Ost“ in Chemnitz verteilt werden. Die Verwaltung hat dem Stadtrat eine Neuabgrenzung der Fördergebiete vorgelegt.
Insgesamt sind es sechs so genannte „Handlungsräume“, die auf unterschiedliche Art und Weise gestaltet werden sollen.

So sollen z.B. im Handlungsraum „Mitte“ mit Sonnenberg, Brühl, Reitbahn- und Lutherviertel Teilrückbau mit Aufwertungsmaßnahmen diese Gebiete städtebaulich attraktiver gestalten.

Für den Brühlboulevard soll es zusätzlich ein eigenes Fördergebiet geben. Wenn der Stadtrat dem am kommenden Mittwoch zustimmt, will die Stadtverwaltung Fördermittel für mehrere Millionen Euro beantragen.

Interview: Petra Wesseler (parteilos) – Baubürgermeisterin Chemnitz

Der Brühl soll nun mit aller Macht aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. Das Interesse ist groß, wie die rege Beteiligung an den Bürgerforen zu diesem Thema gezeigt hat. Damit scheint sich die Trendwende zu bestätigen: Die Chemnitzer entdecken ihre Innenstadt als Wohnquartier neu.