Chemnitzer Museumsnacht 2010

Bei bestem Wetter und großem Kulturinteresse tausender Menschen, fand am vergangenen Samstag die Chemnitzer Museumsnacht statt.

Mit einer zum Vorjahr gesteigerten Besucherzahl und nicht zuletzt einem reibungslosen Ablauf kann das Kulturbüro der Stadt wieder einmal auf eine gelungene Veranstaltung zurück blicken. Die Museumsnacht ist aus dem Chemnitzer Kulturkalender kaum mehr wegzudenken. Bereits zum 11. Mal fand die Veranstaltung in diesem Jahr statt.

Von 18.00 bis 1.00 Uhr erwartete die Besucher an 27 Standorten mit mehr als 60 Ausstellungen ein originelles Programm voller Überraschungen. Bei der nächtlichen Entdeckungstour durch die Chemnitzer Museen- und Kunstlandschaft lässt sich dabei das Kulturbüro der Stadt, gemeinsam mit den Museen, Sammlungen, Galerien und Einrichtungen jedes Jahr stets etwas Neues einfallen, um die Besucher anzulocken.

Das sogenannte „Besondere Angebot“ gestaltete dieses Jahr die Städtische Musikschule Chemnitz, die 2010 ihr 60-jähriges Bestehen feiert.

Unter dem Motto „Von A wie ‚Alte Musik’ bis Z wie ‚zero latenc’, gewährte die Einrichtung interessante Einblicke in den Musikschulalltag. Bei offenem Unterricht sowie offener Probenarbeit, wie hier bei den Flitzebögen oder bei der Performance „electronics vs. acoustics“ tauchten knapp 1.000 interessierte Besucher an diesem Tag in Klangräume der besonderen Art ein.

Zu den Klassikern der Museumsnacht zählt zweifellos das Industriemuseum. Hier gab es bei verschiedenen Maschinenvorführungen nahezu alles zu sehen, was die Stadt seit ihren frühen Anfängen hervor gebracht hat. Von Webstühlen über Autos bis hin zu Lokomotiven.

Eine Sonderausstellung im Zeichen des Jubiläums „125 Jahre Wanderer Werke“ rundete die Programme im Industriemuseum ab. Das Wanderer-Jubiläum wurde auch im Museum für sächsische Fahrzeuge gefeiert. Rund 3.500 Besucher staunten hier nicht schlecht über die raren Schmuckstücke aus vergangenen Zeiten am Standort an der Zwickauer Straße.

Eine Demonstration des Startrituals der Wanderer-Motorräder war hier nur einer der Höhepunkte des Abends. Etwas ruhiger ging es dagegen im Museum Gunzenhauser zu. Bei Kurzführungen durch die Dauerausstellung ging es auf eine Bilder-Reise mit Werken von Otto Dix und Co. Musikalisch wurden die Besucher bereits im Foyer des Museums mit entspannter Live-Musik empfangen.

Per Shuttle-Sonderlinien der CVAG waren alle beteiligten Galerien, Museen und Ausstellungen zur Museumsnacht miteinander verbunden. Bequem ging die kulturelle Reise weiter zum Tietz. Hier empfingen die Neue Sächsische Galerie, die Stadtbibliothek und das Museum für Naturkunde die neugierigen Besucher. Vor allem für Kinder gab es allerhand interessantes zu entdecken, wie das Fossil des Jahres, Schaupräparationen und natürlich den versteinerten Wald.

Unerwartet hohe Resonanz konnte außerdem ein Museum verbuchen, das im Moment noch gar keines ist. Erst Ende 2011 soll im ehemaligen Kaufhaus Schocken an der Brückenstraße das Landesarchäologiemuseum einziehen. Das Interesse scheint aber bereits im Vorfeld riesig, so dass die Besucher den ganzen Abend über lange Wartezeiten in Kauf nahmen, um eine Baustellenführung im zukünftigen Haus der Archäologie und Geschichte Sachsens zu erleben. Die Videopräsentationen und Modelle des neuen Schocken gaben schon mal einen Vorgeschmack darauf, was vielleicht zur Museumsnacht 2012 zu sehen sein wird.

Insgesamt freute sich das Kulturbüro der Stadt über eine entspannte Museumsnacht mit 40.000 Besuchern. Das entspricht einem leichten Zuwachs zum Vorjahr und sogar dem zweitbesten Ergebnis überhaupt. Für kleines Geld ganz viel Kultur. Diese Rechnung ging auch in diesem Jahr wieder auf.

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