Chemnitzer Museumsnacht 2011

Das wechselhafte Wetter konnte das Kulturinteresse tausender Menschen nicht schmälern.

Am Samstag zog es zahlreiche Nachtschwärmer in die Chemnitzer Museen.

Zwar ging die Besucherzahl in diesem Jahr zurück doch nicht zuletzt kann das Kulturbüro der Stadt wieder einmal auf eine gelungene Veranstaltung zurück blicken. Die Museumsnacht ist aus dem Chemnitzer Kulturkalender kaum mehr wegzudenken. In diesem Jahr fand die Veranstaltung bereits zum 12. Mal statt.

Von 18.00 bis 1.00 Uhr nachts erwartete am Samstag die zahlreichen Besucher an 28 Standorten mit mehr als 90 Ausstellungen ein spannendes Programm voller Überraschungen.

Bei der nächtlichen Entdeckungstour durch die Chemnitzer Museen- und Kunstlandschaft lässt sich dabei das Kulturbüro der Stadt, gemeinsam mit den 31 Museen, Sammlungen, Galerien und Einrichtungen jedes Jahr etwas Neues einfallen, um die Besucher anzulocken.

Das sogenannte „Besondere Angebot“ gestaltete dieses Jahr die Wismut GmbH und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See, die 750 Jahre Knappschaft feiern konnten.

In den beiden ehemaligen, unter Denkmalschutz stehenden Verwaltungsgebäuden der SDAG Wismut konnte man sich unter anderem über die Geschichte beider Unternehmen informieren.

Ein weiteres „Besonderes Angebot“ ist das 50-jährige Städtepartnerschaftsjubiläum zwischen Chemnitz und der finnischen Metropole Tampere.

In der Neuen Sächsischen Galerie im Haus DAStietz thematisierten großformatige Farbfotografien und Videos den weltweiten Massentourismus.

Eine Etage weiter unten stellte die Chemnitzer Tanzfabrik in ihrem Showprogramm ihr Können unter Beweis.

Mit dem MuseumsnachtTicket konnten alle Besucher bequem den kostenlosen Shuttle-Service der CVAG nutzen. An der zentralen Abfahrtstelle an der Reitbahnstraße trafen sich die Busse, um auf 6 Sonderlinien die Gäste zu den nächtlichen Schauplätzen zu bringen.

So auch zum Industriemuseum. Hier gab es bei verschiedenen Maschinenvorführungen nahezu alles zu sehen, was die Stadt seit ihren frühen Anfängen hervor gebracht hat.

Mit der DDR-Ausstellung, 175 Jahre TU Chemnitz und 50 Jahre Städtepartnerschaft Chemnitz-Tampere war für Groß und Klein etwas dabei.

Ein weiteres Jubiläum konnte man im Museum Gunzenhauser begehen. Anlässlich seines 120.Geburtstages sind im Otto-Dix-Jahr im Rahmen einer Sonderausstellung von ihm porträtierte Personen zu Wort gekommen. Mitglieder des Theaterjugendclubs Chemnitz stellten in einem Schauspiel die fiktiven Gespräche nach.

Aller halben Stunden wurden außerdem Kurzführungen durch das Museum angeboten. Musikalisch ging es dagegen im Foyer des Museums zu. Hier wurden die Besucher mit entspannter Live-Musik der Band Traveller´s Joy empfangen.

Nach längerer Pause beteiligten sich in diesem Jahr auch erstmalig wieder die Felsendome Rabenstein an der Museumsnacht. Mit beeindruckenden Licht- und Gesangperformances begeisterten sie die Zuschauer.

Einen Wermutstropfen gab es aber dennoch, in diesem Jahr besuchten weniger Menschen die Museumsnacht, als noch vergangenes Jahr.

Nach Angaben der Organisatoren kamen etwa 8.500 Besucher, 2010 waren es noch 10.000. Offenbar blieben viele wegen des regnerischen Wetters zu Hause und schauten sich lieber den Eurovision Song Contest an.

Dennoch sind die Museen mit der Resonanz zufrieden. Am beliebtesten waren erneut das Tietz und das Industriemuseum.

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