Chemnitzer NINERS unterliegen Spitzenreiter

Die BV Chemnitz 99 musste am Wochenende in Düsseldorf eine fast schon erwartete Niederlage hinnehmen.

Ohne ihren verletzten Center Donald Lawson unterlagen die NINERS den Baskets um Ex-BV-Kapitän Gary Johnson letztlich klar mit 69:83.

Dennoch sah Cheftrainer Felix Schreier das Ergebnis relativ entspannt: „In Düsseldorf kann man sicherlich mal verlieren. Aber wir haben uns bezüglich Intensität, Team- und Kampfgeist gegenüber den vorherigen Auswärtsspielen deutlich gesteigert. Wenn wir daran anknüpfen, ist mir vor den nächsten Partien nicht bange.“

Nach Abschluss des zehnten Zweitligaspieltages ist Düsseldorf nunmehr alleiniger Tabellenführer, während die NINERS in einem breit gestaffelten Mittelfeld auf Platz sieben rangieren.

Obwohl das BV-Team am Sonntag mit seinem wiedergenesenen Pointguard John Bynum antreten konnte, der mit 16 Zählern umgehend zum Topscorer avancierte, standen die Chancen nicht gerade gut. Schließlich hatte Düsseldorf bis dahin all seine Heimspiele recht souverän gewonnen und den NINERS fehlte mit Lawson ihr bester Rebounder. Dies machte sich auch gleich zu Spielbeginn deutlich bemerkbar.

Zwar verteidigten die BV-Korbjäger sehr engagiert und zwangen die Gastgeber zu schweren Würfen. Doch die daraus resultierenden Abpraller sammelten nur zu oft die bulligen Düsseldorfer Center Patrick Flomo und Kendall Chones ein, was dann im zweiten oder dritten Versuch zu einfachen Abstauberpunkten führte.

„Am Brett waren wir schon deutlich unterlegen, so dass wir uns für die gute Defensive kaum belohnen konnten und schnell mit 5:15 in Rückstand gerieten“, beschrieb Schreier die Anfangsphase.

In den Folgeminuten kämpfte sich das BV-Ensemble wieder auf 20:22 heran, musste dann aber dennoch mit einem 20:27-Rückstand in die erste Pause gehen.

Bis Mitte des zweiten Viertels gestaltete Chemnitz die Partie dann ausgeglichen (28:32) und hatte auch deren Topscorer Johnson ganz gut im Griff. Kurz vor der Pause drehten dann aber die anderen Düsseldorfer Stars um Flomo, Chones, Marin Petric sowie Nico Adamczak auf und warfen ihr Team mit 42:32 in Front.

Nach dem Seitenwechsel machte sich die kleine, lediglich acht Spieler umfassende BV-Rotation immer deutlicher bemerkbar, während die tief besetzten Gastgeber das Tempo hochhalten und den Vorsprung zwischenzeitlich gar auf 17 Zähler ausbauen konnten (63:46). Das Spiel war fast schon entschieden, doch dann fasste sich der aufopferungsvoll kämpfende Blanchard Obiango ein Herz und netzte in der Schlussminute des dritten Viertels zwei Dreier, den letzten gar als emotional wichtigen Buzzerbeater zum 54:67 ein.

Die NINERS schöpften noch einmal Hoffnung und bliesen im Schlussabschnitt zur Aufholjagd. Durch zwei erfolgreiche Dreier von Robert Cardenas sowie Philipp Stachula betrug der Rückstand wenig später nur noch acht Zähler (61:68).

Doch in den letzten Minuten spielten die Gastgeber ihre körperlichen sowie konditionellen Vorteile clever aus. So stand für Chemnitz am Ende die fünfte Saisonniederlage zu Buche, während Düsseldorf bereits den achten Sieg feierte.

„Ich glaube aber, dass sich die Enttäuschung schnell legen wird, weil wir einfach gegen eine starke Mannschaft verloren haben, die nicht umsonst ganz oben steht. Ab Montag wollen wir uns wieder voll konzentriert auf das nächste Heimspiel gegen Heidelberg vorbereiten und mit Hilfe unserer tollen Fans dann gern als Sieger vom Parkett gehen“, blickte Schreier optimistisch in die Zukunft.

NINERS: Bynum (16 Punkte), Jones (15), Obiango (11), Cardenas (9), Ishizaki (7), Schmidt (6), Stachula (5), Endig