Chemnitzer OB-Kandidaten im Kultur-Check

Am Dienstagabend haben sich Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Chemnitz im Opernhaus mit dem Thema „Kultur“ beschäftigt.

Vor dem vollbesetzten Haus stellten sie sich den Fragen des Moderators Johannes Schulze, dem Vorsitzenden des Theaterfördervereins.

Dabei wurde den Bewerbern Ralph Burghart (CDU), Volkmar Zschocke (Grüne), Miko Runkel (Linke), Jens Weis (FDP), sowie der amtierenden Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) in Sachen „Kultur“ auf den Zahn gefühlt.

Auch der Kandidat der Volkssolidarität Hans-Jürgen Rutsatz stellte sich den Fragen des Podiums.

Er ist zuversichtlich die noch benötigten 200 Unterstützerunterschriften für seine Kandidatur zusammen zu bekommen.

Nach einer kurzen Einleitung und der Frage nach den eigenen kulturellen Interessen standen in der Talk-Runde die Sicht der Kandidaten auf die Kulturstadt Chemnitz, sowie ihre Ziele und Pläne auf der Agenda.

Barbara Ludwig, die in der Kritik steht vor allem so genannte „Leuchtturmprojekte“ wie die Kunstsammlungen zu fördern, verteidigte die ihrer Meinung nach breite kulturelle Landschaft der Stadt, in der auch kleinere, subkulturelle Projekte Hilfe erhalten.

Interview: Barbara Ludwig (SPD)

Allgemein lobten alle Kandidaten die kulturelle Vielfalt und Qualität von Chemnitz, die es zu bewahren gelte.

Nach Ansicht von Ralph Burkhart gibt es allerdings Schwächen in der Außenwirkung.

Interview: Ralph Burghart (CDU)

Interview: Jens Weis (FDP)

Gern würden alle Oberbürgermeister-Kandidaten mehr Geld für die Kultur in die Hand nehmen.

Doch alle sind sich ebenfalls bewusst, dass sich dies in Zeiten knapper Kassen ohne gleichzeitige Einschnitte in anderen Bereichen kaum bewältigen lässt.

Dennoch sollte man sich schützend vor die Kultur stellen, so Volkmar Zschocke, vor allem wenn die Landesdirektion indirekt Theater und Museen bedroht.

Interview: Volkmar Zschocke (Grüne)

Interview: Miko Runkel Kandidat für Die Linke

Letztendlich wurden die Unterschiede zwischen den Kandidaten für das Publikum in vielen Kleinigkeiten sichtbar.

Morgen am Donnerstag treten die Politiker in einer weiteren Podiumsdiskussion gegeneinander an.

Ab 18 Uhr wird dann im Saal des Kraftwerk e.V. an der Kaßbergstraße über die Themen „Stadtentwicklung, Stadtgestaltung und Bürgerbeteiligung“ diskutiert.