Chemnitzer Polizei weist Vorwürfe zurück

Die Demonstrationen vom 5. März sorgen nach wie vor für Diskussionsstoff in unserer Stadt.

Nun gibt es neue Erkenntnisse von Seiten der Polizei – denn die Einsatznachbereitung ist jetzt abgeschlossen. Helen Flämig berichtet.

Nach den Demonstrationen am 66. Jahrestag der Bombardierung der Stadt Chemnitz hagelte es von vielen Seiten Kritik  vor allem am Polizeieinsatz: Gegendemonstranten, die den NPD-Trauermarsch stoppen wollten, wurden laut Augenzeugenberichten von Polizisten angegriffen: Gegendemonstranten erlebten die Beamten teilweise als Menschen, „die nicht mehr Herr ihrer Sinne waren“.

Die Auswertungen der Polizei-Dokumentationen haben diese Vorwürfe nicht bestätigen können – es kam von Seiten der Einsatzkräfte lediglich zwei Mal zum Einsatz von Pfefferspray, so der Chemnitzer Polizeipräsident.

Ein weiterer Vorwurf: Der Polizeieinsatz ist als überzogen empfunden worden – Das ist nicht verwunderlich, denn insgesamt waren in der Stadt 1400 Polizisten im Einsatz. 

Wie der Polizeipräsident mitteilt, lag dies aber daran, dass an diesem Tag insgesamt 21 Veranstaltungen angemeldet waren – die Polizei ging deshalb von 5.000 Demonstranten in unserer Stadt aus – die blieben aber letzten Endes aus.

Der Polizei waren außerdem die Hände gebunden, weil sie laut dem Versammlungsrecht verpflichtet war, den NPD-Trauermarsch zu schützen.

Interview: Uwe Reißmann, Chemnitzer Polizeipräsident

Laut der Polizei wurden die Gegendemonstrationen zu spät angemeldet. Beim Blick auf den 5. März 2012 ist der Polizeipräsident alles andere als optimistisch.

Interview: Uwe Reißmann, Chemnitzer Polizeipräsident

Bleibt also abzuwarten, wie der 5. März in Chemnitz im nächsten Jahr ablaufen wird.

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