Chemnitzer „Schlagloch-Polizei“

Der Winter bringt vor allem auf den Straßen bekanntlich so seine Probleme mit sich.

Dabei können nicht nur Eis und Schnee für Gefahren sorgen – auch der Frost ist nicht zu unterschätzen. Dringt er erst einmal in den Straßenbelag ein, setzt er zusammen mit Wasser und stetigem Temperaturwechsel den Straßen in und um Chemnitz ordentlich zu. Das Resultat sind die von Autofahrern gefürchteten Schlaglöcher – ein Fall für die „Schlagloch-Polizei“.

Das sind sie, die Stellen, die Autofahrer schon mal zur Verzweiflung bringen können – die Schlaglöcher. Gerade nach dem strengen Frost gibt es jede Menge davon in Chemnitz, viel Arbeit also für die „Schlagloch Polizei“. Hinter dieser Bezeichnung aus dem Volksmund stehen die Männer vom Tiefbauamt der Stadtverwaltung Chemnitz, Männer wie Jan Seifert und Florian Unterdörfel.

Ihr Job ist gerade jetzt im Winter unerlässlich, denn sie haben die Waffen gegen die Straßenplage im Gepäck. Sicherheit geht natürlich auch bei ihnen vor, denn sie arbeiten direkt auf der Straße und müssen somit gesehen werden. Einer ihrer Einatzorte am Donnerstag die Blankenburgstraße. Mit Besen, einbaufertigem Reparaturasphalt und Rüttelplatte rücken die Männer den Schlaglöchern zu Leibe.

Interview: Florian Unterdörfel – Straßenbauarbeiter

Dabei müssen sich die Beiden beeilen, denn immerhin blockieren sie mit ihrer Arbeit den laufenden Verkehr. Doch die Zwei sind Profis, jeder Handgriff sitzt. Für diese doch eher harmlosen Löcher brauchen sie nur fünf Minuten, doch es sind fünf Minuten auf einer befahrenen Straße.

Interview: Florian Unterdörfel – Straßenbauarbeiter

Der einbaufertige Reparaturasphalt, ein sogenanntes Kaltmischgut in Eimern, kann schnell in die schadhafte Stelle eingebracht werden, wenige Handgriffe und das Schlagloch ist zu. Der Asphalt wird in Tonnen eingekauft – 600 – 800 Euro kostet die Tonne und davon landen viele in den Straßen der Stadt.  Zum Schluss wird Sand auf die betroffenen Stellen getreut. 

Interview: Florian Unterdörfel – Straßenbauarbeiter

Für Jan Seifert und Florian Unterdörfel ist dieser Einsatz beendet. Alles wird wieder verstaut und auf gehts zum nächsten Schlagloch. 

Interview: Florian Unterdörfel – Straßenbauarbeiter

Löcher, die den Autos und ihren Haltern durchaus zum Verhängnis werden könnten. Insgesamt 6 bis 9 Zwei-Mann-Teams, wie Jan Seifert und Florian Unterdörfel, sind deshalb im Einsatz, um genau das zu verhindern. Doch oft ernten sie für ihre Arbeit alles andere als Dank von den Autofahrern. 

Interview: Florian Unterdörfel – Straßenbauarbeiter

Ihre Infos über vorhandene Schlaglöcher erhalten die Männer von Kollegen oder aus der Bevölkerung. Nach Besichtigung des Loches wird dann entschieden, wie weiter verfahren wird. Einer der nächsen Einsatzorte auf ihrer Tour durch das Stadtgebiet ist die Barbarossastraße auf dem Kaßberg. Eine stark befahrene Straße mit einigen Löchern. Das Verfahren ist für die beiden Männer dasselbe, Stelle sichern und die Löcher schließen. Alte Bekannte sind übrigens auch dabei…

Interview: Florian Unterdörfel – Straßenbauarbeiter

Deprimierend?

Interview: Florian Unterdörfel – Straßenbauarbeiter

Viel zu tun gibt es noch für die beiden Männer, jede Menge Löcher warten noch auf sie und wollen verschlossen werden – egal wie oft. Gehweg und Straßenbauarbeiten sind eben ihr Metier – auch zu den anderen Jahreszeiten – es gibt immer etwas zu tun in Chemnitz.

Und so geht ihre Tour weiter, die Tour der „Schlagloch-Polizei“, die auf den Straßen von Chemnitz zumindest „asphalttechnisch“ für Ordnung und Sicherheit sorgt.

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