Chemnitzer Stadionumbau: Nachbar muss weichen

Im September entschied die Stadt Chemnitz, dass sie das neue Stadion für den Chemnitzer FC selbst bauen wird.

Am Dienstag hat die Rathausspitze Einzelheiten zum weiteren Vorgehen bekannt gegeben. Dabei ist nun auch die Zukunft eines Stadionnachbarn endlich geklärt.

Bisher war sie noch ungewiss: die Zukunft der Go-Kart-Halle am Stadion an der Gellertstraße. Nachdem der Bau eines neuen Stadions für den Chemnitzer FC beschlossen wurde, war klar, dass die Tage für den Betreiber gezählt sein würden. Dieser hat nun einen neuen Ort für seine Go-Karts gefunden.

Interview: Sebastian Heyn – Betreiber Powerhall

Das schon recht baufällige Gebäude, das der CVAG gehört, soll abgerissen werden. Der Betreiber der Go-Kart-Halle erhält von der Stadt eine Abfindung, da sein Mietvertrag noch bis 2016 gegolten hätte.

Bis zum 31.12. dieses Jahres muss er allerdings ausgezogen sein. Also wartet noch viel Arbeit auf das Team der Go-Kart-Halle.

Interview: Sebastian Heyn – Betreiber Powerhall

Nachdem die Landesdirektion den Bau des Stadions durch das stadteigene Wohnungsunternehmen GGG untersagt hatte, soll die Stadt das neue Stadion für den Chemnitzer FC selbst bauen.

Dazu ist allerdings noch ein Stadtratsbeschluss notwendig, der am 14. November gefasst werden soll. Wenn die Stadt selbst Bauherr wird, übernimmt sie die bisherigen Kosten für das Stadion.

Als weiterer Schritt soll eine Experten-Jury gebildet werden, die den Generalunternehmer bestimmt.

Interview: Barbara Ludwig (SPD) – Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Die Baukosten für das CFC-Stadion dürfen laut Stadtratsbeschluss die 25 Millionen-Euro-Grenze nicht überschreiten. Zur Finanzierung des Großprojektes sollen Extra-Kredite aufgenommen werden.

Dazu ist ein Nachtragshaushalt für das laufende Jahr notwendig.

Interview: Berthold Brehm (CDU) – Stadtkämmerer

Durch die Verzögerungen kann der Baustart für die neue Arena erst in der zweiten Jahreshälfte 2013 erfolgen. Der Chemnitzer FC steht deshalb im Dialog mit dem Deutschen Fußballbund.

Für die kommende Saison soll eine weitere Ausnahmegenehmigung für die Himmelblauen beim DFB beantragt werden.