City-Streife Dresden lohnt sich

Seit Dezember sorgt die City-Streife in der Innenstadt für mehr Sicherheit in den Läden. Im März soll das solidarische Projekt forgeführt werden, wenn sich genug Händler beteiligen.

Der Wiener Platz am Hauptbahnhof in Dresden. Umschlagort für Drogen und Schwerpunkt der Kriminalität. Erst am Dienstagsabend führte die Dresdner Polizei hier zum wiederholten Mal eine Razzia durch. Bei der Kontrolle von 21 Personen wurden vier Männer mit Migrationshintergrund mit mehreren Gramm Haschisch und Cannabis sichergestellt. Die angrenzenden Händler auf der Prager Straße beklagen häufigen Ladendiebstahl und Vandalismus in ihren Läden.
Auch im Dresdner Stadtrat ist das Problem schon länger bekannt. Der Einsatz der City-Streife, der im Dezember begonnen hat, konnte die Zahl der Diebstahlfälle verringern. Täglich sind 4 Einsatzkräfte in zwei Teams in der Innenstadt unterwegs. Finanziert werden die Einsatzkräfte durch die Händler selbst.
Im Monat kostet der Einsatz um die 17.000 Euro. Ein Kraftakt für die Unternehmer. Zur Zeit sammeln sie Geld für die Fortsetzung der City-Streife. Wenn alles klappt, soll es damit im März weitergehen.
Für die Händler wäre es von Vorteil. Auch für die Dresdner Polizei ist der Einsatz der City-Streife ein Mehrwert, jedoch kein Ersatz.
Auch in der Dresdner Neustadt haben sich die Laden- und Clubbetreiber Gedanken um die Sicherheit gemacht. Seit Dezember laufen hier die mobilen Security Teams jeden Freitag und Samstag durch die Neustadt. Finanziert durch die Betreiber selbst. Ob der Einsatz der Security-Teams in der Dresdner Neustadt erfolgreich war, zeigt sich Ende Januar, wenn die Betreiber Bilanz ziehen.
Am Wiener Platz wird die Polizei weiter Präsenz zeigen. Bisher konnte sie damit dem Drogenhandel noch keinen Riegel vorschieben.