City-Tunnel-Station Wilhelm-Leuschnerplatz: Auch Südausgang soll Aufzug bekommen

Die unterirdische Station Wilhelm-Leuschner-Platz des City-Tunnels Leipzig soll auch an ihrem Südausgang mit einem Aufzug für den barrierefreien Zugang ausgestattet werden. Oberbürgermeister Burkhard Jung beschloss auf Vorschlag von Baubürgermeister Martin zur Nedden, dass die Stadt einen dieser beiden Aufzüge finanziert.

Die Investitionskosten betragen 200.000 Euro. Die Stadt wird dafür in die Haushalte 2012 und 2013 je 100.000 Euro einstellen. Das Projekt soll vor Inbetriebnahme des City-Tunnels im Jahre 2013 realisiert sein. „Mit Fertigstellung des City-Tunnels wird der Wilhelm-Leuschner-Platz wesentlich an Bedeutung gewinnen“, kommentiert Martin zur Nedden. „Da ist ein zweiter Aufzug am Südausgang sinnvoll, der vor allem Menschen mit Behinderung den Zugang zur Südvorstadt, zur Stadtbibliothek und zur geplanten katholischen Propsteikirche erleichtert.“

Die Planungen der Deutschen Bahn AG, die als Bauherrin für den technischen Ausbau des City-Tunnels und der Stationen zuständig ist, sehen nur einen Aufzug am Nordausgang vor. Dies entspricht den Vorschriften und Richtlinien der DB AG, die zugleich die Grundlage für die Förderfähigkeit des Tunnels bilden. Allerdings ist der südliche Zugang so konzipiert, dass er optional mit einem Aufzug nachgerüstet werden kann. Angesichts der Weigerung der Bahn, über das vorgeschriebene Maß hinaus im Interesse eines möglichst weitgehend barrierefreien Zugangs tätig zu werden, übernimmt die Stadt nunmehr die Kosten für den Bau, obwohl es sich bei der Station um eine Einrichtung der Deutschen Bahn handelt.