Citytunnel wird Schauplatz für Großübung

Leipzig - Die Deutsche Bahn hat gemeinsam mit der Leipziger Feuerwehr eine Notfallübung im Citytunnel durchgeführt. Das Szenario: Ein entgleister Zug brennt mitten in der S-Bahn-Haltestelle "Markt". Die Einsatzkräfte sollen so ihre Abläufe üben und verbessern. Insgesamt waren etwa 200 Personen daran beteiligt.

Dichte Rauchwolken im Leipziger Citytunnel. Der Grund: noch unklar. Obwohl es zahlreiche "Verletzte" gibt, sind die Einsatzkräfte unaufgeregt, aber hochkonzentriert. Was nach einem ernsten Einsatz klingt und aussah, war lediglich ein gemeinsames Übungsszenario der Deutschen Bahn, Feuerwehr Leipzig, Bundes- und Landespolizei sowie zahlreichen Rettungskräften. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde an der Haltestelle "Markt" in beiden Tunneln der Ernstfall geprobt.

Trainiert wurde zum einen die Brandbekämpfung an einer Bahn sowie das Anheben eines Zuges im Notfall. Ziel war und ist es, die Abläufe der Rettungskräfte praktisch zu üben und zu überprüfen. Um das Zugunglück möglichst realistisch für die Einsatzkräfte darzustellen, waren Dutzende Statisten an dem Szenarion beteiligt. Die Übung wurde Wochen vorher vorbereitet und geplant, weil sie eben nicht alltäglich ist.

© Leipzig Fernsehen

Insgesamt waren 200 Personen an dem simulierten Einsatz beteiligt. Bereits im Jahr 2016 wurde ein solches Notfallszenario schon einmal durchgeführt. Denn das Eisenbahnbundesamt schreibt vor, dass ein solches Training aller drei Jahre stattfinden muss. Ansonsten erlischt die Betriebserlaubnis für den Citytunnel. Während der Übung kam es zu Zugausfällen der Linien S1 bis S6. Für diese wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet. Nach Ende der Übrung fuhren die Züge ab 3 Uhr wieder planmäßig.