Commerzbank stellt Jahresbilanz vor

Dresden - 43 Prozent der Sachsen haben ihr Geld im letzten Jahr auf einem Sparkonto angelegt, die Tendenz steigt. 1,6 Milliarden Euro liegen auf den Kundenkonten der Commerzbank Dresden.

Auf das Geld erhalten die Kunden nur wenige bis gar keine Zinsen. Zusätzlich müssen die Bankinstitute Strafzinsen von 0,4 Prozent auf die Einlagen zahlen und schreiben in diesem Bereich Verluste. Deshalb konzentriert sich das Unternehmen auf die Vergabe von Krediten und Versicherungsmodellen. Zudem fokussiert sich die Commerzbank Dresden auch zunehmend auf Mittelstandskunden. In diesem Bereich verzeichnet das Institut ebenfalls ein Wachstum. Die Commerzbank Dresden hat im vergangenen Jahr außerdem eine neue Filiale am Weißen Hirsch eröffnet. Die Bank setzt entgegen des Online-Banking Trends immer stärker auf ihre Filialen.

Vor allem im Privatkundengeschäft verbucht die Bank ein Plus. Über 3600 Neukunden eröffneten ein Konto bei der Commerzbank Dresden, sodass das Unternehmen nun mehr als 130.000 Kunden zählt. Die Bank ging in den letzten Jahren in die Offensive und warb neue Kunden mit einem kostenlosen Girokonto an. Einen großen Zuwachs verzeichnet die Bank bei der Vergabe von Krediten. Die niedrigen Zinsen und die gute wirtschaftliche Lage des Landes machen sich bemerkbar, wie Joachim Hecker der Niederlassungsleiter für Privat- und Unternehmerkunden ausführt.

Ob dieses neue Konzept die Zeit hat, sich durchzusetzen, wird sich zeigen. Am Sonntag wurde eine mögliche Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank bekannt gegeben. Die beiden Großbanken sind bereits in erste Gespräche getreten. Die Mitarbeiter der Commerzbank Dresden haben die Nachricht gefasst und offen aufgenommen. Die Entscheidung über die mögliche Fusion und daraus resultierende Konsequenzen soll bei der Jahreshauptversammlung der Commerzbank im Mai fallen.