Comödie Dresden macht Theater mit Dynamo Dresden

Das Stück ’11 Mann im Abseits – das Stück zu Dynamos Aufstieg‘ wird am 9. Juni im glücksgas stadion uraufgeführt. Ein Stück für Dynamo-Fans, über Dynamo-Fans und über jene, die es werden wollen, aber sich bisher nicht getraut haben. +++

Es ist so außergewöhnlich wie naheliegend, was die Comödie Dresden da vorhat. Gemeinsam mit dem traditionsreichen Fußballverein SG Dynamo Dresden und den Betreibern
des glücksgas stadions in Dresden plant das größte sächsische Privattheater einen Ausflug auf
vermeintlich fremdes Terrain: Theater im Stadion! Damit will Dresden ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, dass sich Sport und Kultur keineswegs widersprechen – und das in jeder Hinsicht.

„11 Mann im Abseits – das Stück zu Dynamos Aufstieg“ wird am 9. Juni 2012 im Dresdner glücksgas stadion uraufgeführt. Autor ist Alexander G. Schäfer aus Berlin, selbst großer Fußballfan seit  Kindheitstagen. Ausgangspunkt für sein Stück ist der Ausschluss von Dynamo Dresden aus dem DFBPokal.
 
„Es gibt viel fußballerisch, dynamomäßig aufzuarbeiten. Und wenn sich nun die Macher der
Comödie Dresden der schönsten Nebensache der Welt annehmen, einer davon mehrfach als Musiker im Rudolf‐Harbig‐Stadion die Fans zur Ekstase brachte, der andere sogar Balljunge bei Dynamo war und sie sich zur Unterstützung einen Berliner holen, der auch noch mit Dynamo‐Legende Dixie Dörner am gleichen Tag Geburtstag hat, dann kann es nur heißen: Tor! Tor für Dresden!! Dresden ist aufgestiegen!!!“ „11 Mann im Abseits“ ist ein Stück für Dynamo‐Fans, über Dynamo‐Fans und über jene, die es werden wollen, aber sich bisher nicht getraut haben.

Die Idee für das Projekt hatte Olaf Maatz, einer der beiden Comödie‐Directoren, während des
Aufstiegsspiels von Dynamo Dresden beim VfL Osnabrück, als Tausende Dynamo‐Fans zur LiveÜbertragung im glücksgas stadion waren und das Spiel auf der großen Leinwand verfolgten. „Mit einem Theaterstück Fußball‐ und Theaterfans gleichermaßen anzulocken, ist sicherlich eine große Herausforderung, aber unser erklärtes Ziel. Wir wollen damit ein Signal über die Stadtgrenzen hinaus senden, dass Dresden und den Verein mehr ausmacht als die wenigen Unbelehrbaren, die mit ihren Krawallen sowohl der Kultur‐ und Sportstadt Dresden als auch dem Dresdner Fußball – Fans wie Sportlern – leider mehr schaden als dienen.“ Eingebunden werden daher auch die Fans des Vereins.
 
„Dynamo Dresden setzt gemeinsam mit der Comödie Dresden ein Zeichen – Sport trifft Kultur! Wir  unterstützen die Aktion nur allzu gern“, sagt Volker Oppitz, Geschäftsführer von Dynamo Dresden. Und  Vereinspräsident Andreas Ritter ergänzt: „Die SG Dynamo Dresden feiert 2013 ihren 60. Geburtstag. „11 Mann im Abseits“ wird ein passender Auftakt für das Festjahr sein. Es ist eine klasse Idee, ein Theaterstück über die Mannschaft, den Verein und die Fans direkt im Stadion aufzuführen. Wir freuen uns auf das Spektakel!“
 
Auch Stadionleiter Hans‐Jörg Otto ist begeistert von der Idee: „Es würde mich freuen, wenn es uns gelingt, mit dieser Aktion auch Nicht‐Fußballfans ins Boot zu holen und für unser
Stadion zu begeistern.“

Anpfiff für die Komödie „11 Mann im Abseits“ ist am 9. Juni 2012 um 18.00 Uhr im glücksgas stadion Dresden. „Das Spielfeld ist unsere Bühne. Und wir werden die Zuschauer, die Fans aktiv mit einbeziehen“, sagt Autor und Regisseur Alexander G. Schäfer. Das Stück hat zwei wichtige Säulen, um die sich der Handlungsrahmen strickt: die Historie des Vereins, der 2013 sein 60‐jähriges Bestehen feiert, und natürlich die Fans. Schäfers Aufruf: „Wir suchen eingefleischte Dynamo‐Fans, die sich an der Inszenierung beteiligen wollen. Wer also die größte Fahne sein Eigen nennt oder besondere Dynamo‐Tättowierungen hat oder gar die größte Trikotsammlung, der möge sich bitte in der Comödie Dresden melden.“

„Dynamo hat in seiner Geschichte viel Stoff für eine Komödie geliefert“, sagt Geschäftsführer Volker Oppitz mit einem Augenzwinkern. Er hofft gemeinsam mit allen Beteiligten auf ein ausverkauftes Stadion. „Wir wollen das Ereignis nutzen, den Konflikt Kultur vs. Sport aufzulösen. Wenn das nicht über Humor und Emotionen gelingt, wie dann“, sagt Stadionleiter Hans‐Jörg Otto. Dass die Idee zu diesem deutschlandweit einmaligen Vorhaben aus der Stadt heraus, direkt von Dresdnern kommt, macht das Ereignis für ihn „zusätzlich spannend“ und zu einem Erfolgsfaktor.

Die Proben für die einmalige Vorstellung beginnen etwa vier Wochen vor dem Anpfiff. Insgesamt elf Akte plant Autor und Regisseur Schäfer in Anlehnung an den Titel des Stücks.

Quelle: Comödie Dresden
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