Contiloch – Heiße Diskussionen

Investor Claus Kellnberger gilt in Chemnitz mittlerweile als Garant für erfolgreiche Sanierungen alter Gebäude.

Auf sein Konto gehen neben der Ermafa-Passage auch das T3 an der Stadthalle und das ehemalige RAWEMA-Haus. Jetzt will Kellnberger die City vom Conti-Loch befreien. Doch dieser Plan stößt nicht nur auf Zustimmung …

Einen Krater mitten in der Innenstadt – das hat nicht Jeder. Deshalb feierte das „Contiloch“ in Chemnitz im August vergangenen Jahres auch inoffiziell seinen 16 Geburtstag. 16 Jahre, in denen es immer wieder abenteuerliche Pläne zur Bebauung gab.

Umgesetzt wurde jedoch nichts davon. Bereits 2003 sprachen sich die Stadträte für den Bau eines Wintersportzentrums aus.

Die kanadische Projektentwicklungsfirma „Opticon“ hatte vor, auf der Fläche eine Snowboarding-, Ski – und Rodelanlage für den ganzjährigen Betrieb zu errichten.

Auch die sogenannte „Conti Galerie Chemnitz“ sollte hier einziehen. Ein Büro -, Handels – und Dienstleistungszentrum war ja bereits Anfang der 90er Jahre im Gespräch.

Am Ende wurde all das zu den Akten gelegt – bis jetzt. Denn er, der Regensburger Investor Claus Kellnberger, will das Contiloch wiederbeleben. Sehr zur Freude der Chemnitzer.

Interview: Claus Kellnberger – Investor

Geplant ist ein Einkaufszentrum mit Tiefgarage. Näheres soll dann kommende Woche im Bauauschuss der Stadt vorgestellt werden.

Eine Idee jedenfalls, die Diskussionen auslöst, in der Stadt und im Internet. So wird auch auf der Homepage unseres Senders fleißig diskutiert.

Im Großen und ganzen ist man sich hier aber einig – in positiver Hinsicht.

Beispiele

Auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zeigt sich dem Konzept gegenüber offen.

Interview: Barbara Ludwig – Oberbürgermeisterin Stadt Chemnitz

Etwas kritischer sehen es dagegen die Innenstadthändler, Centermanager und die IHK.

Zwar sei man dem Engagement Kellnbergers zu großem Dank verpflichtet, doch gleichzeitig weißt die IHK darauf hin, dass im Chemnitzer Kernbereich erst 11 Prozent der Einzelhandelsflächen der Stadt angesiedelt sind – zu wenig für eine Stadt dieser Größe.

Interview: Hans-Joachim Wunderlich – Hauptgeschäftsführer IHK Chemnitz

Allerdings hat auch die IHK momentan keine Idee für eine betriebswirtschaftlich vertretbare Entwicklung für das Contiloch.

Somit muss der Planungs-und Bauauschuss und dann der Stadtrat die Pläne Kellnbergers auswerten und weiterentwickeln.

Denn ansonsten kann Chemnitz am 15. August diesen Jahres dann den 17.Geburtstag der fragwürdigen Sehenswürdigkeit „Contiloch“ feiern.

Der City-Investor Claus Kellnberger will aus dem Conti-Loch ein Einkaufszentrum machen. Was halten Sie davon? Machen Sie mit bei unserer Umfrage