Coronapatienten bringen Krankenhäuser an Belastungsgrenze

Sachsen- Die Infektionszahlen in Sachsen steigen. Täglich werden neue Coronafälle gemeldet, ein Rückgang ist dabei nicht in Sicht. Dies wird auch in Sachsens Krankenhäuser spürbar.

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Aktuell befinden sich 961 Patienten mit einer COVID-19-Infektion auf den Normalstationen, 270 weitere benötigen intensivmedizinische Betreuung. Die Krankenhäuser befinden sich demzufolge mit einer Auslastung von 67 Prozent auf den Normalstationen und 83 Prozent auf den Intensivstationen auf einem sehr kritischen Niveau. Die Corona-Schutz-Verordnung sieht vor, bei 1.300 Corona-Patienten auf den Normalstationen das Land in einen erneuten Lockdown zu schicken. Gesundheitsheitsministerin Petra Köpping rief Sachsens Bürger deshalb dazu auf, an den Osterfeiertagen zu Hause zu bleiben, um jegliches Ansteckungsrisiko zu vermeiden. Ärzte und Pflegekräfte sollen damit entlastet werden.

Momentan werden im Krankenhausverbund Chemnitz 497 Corona-Patienten auf Normalstationen behandelt, 121 weitere Patienten werden in den Intensiv-Stationen untergebracht. Somit meldet die Umgebung Chemnitz eine Auslastung von 73 Prozent auf Normalstationen und ganze 90 Prozent auf Intensivstationen. Aufgeteilt werden die Betroffenen auf insgesamt 29 Krankenhäuser. Um eine Überlastung in Sachsens Krankenhäuser zu vermeiden, bildete das Sozialministerium für die Verteilung der Patienten drei Cluster und Krankenhausleitstellen in Chemnitz, Leipzig und Dresden.

Sollte dementsprechend in einem Krankenhaus der Belastungswert besorgniserregend steigen, stockt dieses zuerst selbst ihre Kapazitäten auf und setzt eine weitere Patientenaufnahme aus. Diese neuen Patienten werden dafür mithilfe der Krankenhausleitstellen auf andere Krankenhäuser in den jeweiligen Regionen, also in den Clustern, verteilt.