Cotta-Gedenkstein wieder im Chemnitzer Zeisigwald

Der in Chemnitz an den weltbekannten Forstwissenschaftler Heinrich Cotta (1763 – 1844) erinnernde Gedenkstein (Foto) hat jetzt wieder seinen angestammten Platz am Grenzweg im stadtnahen Zeisigwald erhalten, der zum Bestand der Stadt Chemnitz gehört.

Der Gedenkstein war um den Jahreswechsel 2012/13 entwendete worden, Unbekannte hatten den Dadoxylon – ein 290 Millionen Jahre altes verkieseltes Holzstück – gestohlen. Der neue Dadoxylon ist eine Dauerleihgabe des Museums für Naturkunde Chemnitz. Mit der fachgerechten Komplettsanierung des Gedenksteines beauftragte das Grünflächenamt die Chemnitzer Baufirma Klaus Nestler. Die Kosten belaufen sich auf knapp 2.500 Euro.

Enthüllt worden war der Cotta-Gedenkstein im Zeisigwald 1984 anlässlich des 150. Todestages des Forstwissenschaftlers. Cotta, der 1811 seine private Forstlehranstalt aus Zillbach in Thüringen nach Tharandt in Sachsen überführte, gilt als Begründer der modernen nachhaltigen Forstwirtschaft und Forstwissenschaft. Heute gehört die 1816 zur „Königlich-Sächsische Forstakademie“ erhobene weltweit anerkannte forstliche Ausbildungsstätte in Tharandt zur Technischen Universität Dresden.

Der allererste Gedenkstein für Heinrich Cotta wurde in Chemnitz übrigens im heutigen Küchwaldpark an der Schnittstelle von Cotta-Weg und Cotta-Schneise aufgestellt, als dieser Park noch Königlich-Sächsischer Staatswald war. Dieser Gedenkstein gilt aber seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen. Da bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts der Küchwaldpark – so sein nach wie vor offizieller Name- kein Wald mehr ist, sondern ein Park, war es nur folgerichtig, für den Cotta-Gedenkstein einen in einem Stadtwald gelegenen Platz zu finden.