CSD 2011: Keine Flagge am Dresdner Rathaus

Angeblich wegen einer Baustelle verzichtet das Rathaus zum wiederholten Male auf das Hissen der Regenbogenflagge, ein Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung, des Christopher Street Days. +++

Aufgrund der Bauarbeiten am Rathausvorplatz könne der Flaggenmast nicht genutzt werden, lautet die offizielle Begründung aus Rathauskreisen. 

Dazu Richard Kaniewski, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion: „Mit Bedauern und Unverständnis nimmt die SPD-Fraktion zur Kenntnis, dass die Stadt sich nicht durchringen kann, symbolisch ein Zeichen für Toleranz und Akzeptanz gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen in Dresden zu setzen und ihre Entscheidung hinter fadenscheinigen Begründungen versteckt. Dresden wirbt offiziell, eine weltoffene Stadt zu sein. Weshalb aber tun sich die Offiziellen der Stadt mit einem symbolischen Akt der Toleranz derart schwer? Die Landeshauptstadt sollte dem Beispiel anderer Städte, wie etwa Berlin, Köln oder Bielefeld, folgen. Hier ist nicht nur das Hissen der Flagge ein festes Ritual, sondern auch die Eröffnung des CSD durch den Bürgermeister. Das Rathaus sollte Flagge bekennen für ein weltoffenes, tolerantes Dresden “ 

Kaniewski abschließend: „Beim gestrigen ‚Picknick over the Rainbow‘ am Elbufer läuteten Homo-, Bi-, Trans- und Heterosexuelle gemeinsam die Aktionswoche anlässlich des Christopher Street Day in Dresden ein. Da das Rathaus eine Beflaggung ablehnt, hisst der CSD Dresden e.V. heute symbolisch unter dem Motto ‚Auf zum anderen Ufer! Wir kommen euch entgegen.‘ an der Altmarktgallerie die Regenbogenflagge. Es ist an der Zeit, dass nun auch die Regierenden dieser Stadt den Lesben und Schwulen in Dresden entgegenkommen.“

Quelle: SPD-Fraktion

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