Dachgeschoss brannte aus

Am Donnerstagabend, gegen 18:30 Uhr, rückten die Kameraden von vier Freiwilligen Wehren, sowie Polizeibeamte, zu einem Brand in einem leerstehenden Mehrfamilienhaus aus.

Der Ereignisort lag in der Gutsparkstraße, Leipzig-Paunsdorf. Dort schlugen Flammen aus einem Dachgeschoss. Die Feuerwehrleute hatten den Brand unter Kontrolle, konnten jedoch nicht verhindern, dass es völlig abbrannte. Bei den Untersuchungen und Ermittlungen stellte sich heraus, dass das im Dachgeschoss gelagerte Dämmmaterial durch einen unbekannten Täter angezündet worden war.

Der Feuerteufel war offenbar durch Einschlagen einer Fensterscheibe der Eingangstür eingedrungen und hatte dann sein böses Spiel begonnen. Als ein Polizeibeamter während der Löscharbeiten einen Mann beobachtet hatte, der auf der gegenüberliegenden Seite stand und offensichtlich das gesamte Geschehen fotografierte, unterzog er ihn einer Kontrolle.

Die polizeiliche Überprüfung zu seiner Person ergab, dass der Leipziger (19) bereits einmal wegen vorsätzlicher Brandstiftung in Erscheinung getreten war. Daraufhin prüfte der Beamte sowohl die Bekleidung als auch seine Hände auf Verschmutzung bzw. Brandgeruch. Auch im Pkw des jungen Mannes, mit dem er zum Brandort gefahren war, fand der Ermittler keine verdächtigen Hinweise.

Zum Motiv seines Fotografierens befragt, gab der 19-Jährige an, sich für spektakuläre Einsätze zu interessieren und später einmal bei der Presse arbeiten zu wollen. Danach wurde ihm jedoch das weitere Fotografieren untersagt. Eine Nachkontrolle des Objektes durch Kameraden der Feuerwehr erfolgte um 23:30 Uhr und 01:00 Uhr. Bis dahin wurde der Brandort durch Beamte des Polizeireviers Nordost gesichert. Kripobeamte haben die Ermittlungen zum Brandstifter aufgenommen.