Damen Basketball Bundesliga:Leipziger Eagles holen sich bei Tabellenführer Klatsche ab

BBV Leipzig verliert beim BC Marburg 45:85 (27:45).

Gegen die Blue Dolphins des BC Pharmaserv unterlag die Mannschaft von Trainer Ingo Klimmey deutlich mit 45:85 (27:45). Vor allem die Wurfquote der Leipzigerinnen (26 Prozent) war an diesem Samstagabend zu schwach, wobei in der Verteidigung stellenweise gut gearbeitet wurde. Dagegen präsentierten sich die Marburgerinnen in
allen Belangen in meisterlicher Verfassung. Gleich fünf Dolphins punkteten zweistellig. Auf Leipziger Seite konnten da nur Angela Pace mit 13 und Candace Williams mit 12 Zählern mithalten.

„Ich sehe trotz der hohen Niederlage einiges Positives“, so BBVL-Trainer Ingo Klimmey. „Wir sind dieses Mal besser ins Spiel gekommen, waren bis eine Minute vor Viertelende dran. Dazu haben wir mehr Rebounds geholt als die physisch stärkeren Marburgerinnen. Also im taktischen Bereich der Verteidigung haben wir uns schon weiter entwickelt in den vergangenen Wochen. Ich bin nicht so enttäuscht, wie nach der Niederlage gegen Donau-Ries.“ Dass an diesem Abend nicht mehr daraus wurde, lag an der Offensive und auch am starken Gegner. „Die Durchschlagskraft hat uns heute ein wenig gefehlt. Und so wie Marburg gespielt hat, können sie sich nur selber schlagen“, merkte Klimmey anerkennend an.

Die Gastgeberinnen erwischten in der gut gefüllten Sporthalle am Georg-Gaßmann-Stadion den besseren Start (12:5, 6.). Doch nach einer längeren Unterbrechung wegen Problemen mit dem Strom konnten die Eagles durch gute Defense und einige schön heraus gespielte Punkte aufschließen. Amanda Davidson bremste jedoch den Lauf der Leipzigerinnen und warf ihr Team mit einem Dreier zum Viertelstand von 22:15 wieder in Front. Die Dreier waren es auch, die die Eagles im zweiten Spielabschnitt mitten ins Herz trafen und den Dolphins sukzessive Abstand verschafften. Marburgs Finja Schaake (13. und 16. Minute) wechselte sich dabei mit der Amerikanierin Davidson (14.) ab. Sandra Weber konnte nur durch ein Foul gestoppt werden, traf aber ihre drei Freiwürfe. Und so stand zur Halbzeit ein vorentscheidendes 45:27 für die Gastgeberinnen an der Anzeigetafel.

Auch nach dem Seitenwechsel punkteten die Dolphins von außen durch Schaake und Davidson. Am Brett waren die Centerinnen Lisa Koop (9 Punkte) und vor allem die athletische Shenita Landry (15) nur selten zu stoppen. Der BBVL ließ in dieser Phase etwas seine Kämpferqualitäten der letzten Spiele vermissen. Einige Schrittfehler zu viel trugen zusätzlich ihren demotivierenden Teil bei.

Bis zum Heimspiel am kommenden Samstag sollte die Niederlage aus den Köpfen der Spielerinnen sein. Denn mit dem Herner TC kommt kein übermächtiger, sondern ein schlagbarer Gegner in die Sporthalle Brüderstraße.