Dampfschifffahrt – Rettung durch Insolvenz?

Dresden - Die Sächsische Dampfschifffahrt schlägt zur Sanierung der Unternehmensgruppe einen neuen Kurs ein.  Das Unternehmen hat nun eine Insolvenz mit Eigenverwaltung. Ziel ist die Fortsetzung der seit 2019 laufenden Restrukturierung unter Nutzung des Insolvenzrechts.

Auf der Elbe prägen die Dampfschiffe der „Weißen Flotte“ seit über 180 Jahren das Bild im Elbtal und von Sachsen, auch über die Landesgrenzen hinaus. Die älteste Raddampferflotte der Welt erlebte Glanzzeiten, stand immer wieder vor Veränderungen und muss sich nun erneut großen Herausforderungen stellen. Schon vor der Corona-Krise ging es dem Unternehmen nicht gut. Die Gründe für die wirtschaftliche Schieflage sind zahlreich. Vor Allem die trockenen Sommer in den letzten Jahren haben es dem Unternehen schwer gemacht, so die Geschäftsführerin Karin Hildebrand.

Nun schlägt die Sächsische Dampfschiffahrt zur Sanierung einen neuen Kurs ein. Neben den Geschäftsführern Karin Hildebrand und Jeffrey Pötzsch ist Burkard Jung, Sanierungsexperte und langjähriger Begleiter der Sächsischen Dampfschiffahrt, ab sofort Teil der Geschäftsführung. Der Unternehmensberater fungiert als Sanierungsgeschäftsführer. Besondes wichtig sei es nun den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten und einen Investor zu finden, erklärt Burkard Jung.

Wie es nach der Findung eines Investors weiter geht, steht noch nicht fest. Aber bis dahin bleibt für alle Fans der "Weißen Flotte" abgesehen von den Coronabedingten Einschränkungen auf den Schiffen alles beim alten und die Dampfer fahren wie gewohnt weiter auf der Elbe.