Darmkeim-Fälle in Leipziger Uniklinik: Erreger kamen auch von außerhalb

Zum Fall der Häufung von resistenten Darmkeimen KPC 2 am Uni-Klinikum Leipzig, die im Mai 2012 bekannt wurden, gab es jetzt eine Zwischenbilanz. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass einige Erreger von anderen Krankenhäusern stammen. +++

„Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, aber erkennbar ist: Es gab höchstwahrscheinlich eine Übertragung von Person-zu-Person. Aber nicht alle Fälle sind dem gleichen Bakterienstamm zugehörig, das heißt, es wurden auch Keime von Patienten aus anderen Krankenhäusern eingetragen.“, heißt es in der Auswertung.

Bereits im Juni 2010 waren erste Fälle einer Erkrankung mit dem KPC-Darmkeim registriert worden. Erst knapp zwei Jahre später wurde dies aber aufgrund der Häufung öffentlich. Bis Januar 2013 ist die Zahl der Fälle auf insgesamt 95 angestiegen. „Damit handelt es sich hier in Sachsen um die größte Häufung von KPC 2-Nachweisen in Deutschland, die besonders Patienten mit sehr schweren Grunderkrankungen betrifft. Eine Weiterverbreitung in andere Krankenhäuser oder Reha-Einrichtungen ist nach wie vor möglich.“, so das Leipziger Gesundheitsamt.

Kurz nach dem Bekanntwerden hatten die Stadt Leipzig und das Land Sachsen umfangreichen Maßnahmen ergriffen, um eine Weiterverbreitung einzudämmen. „Wichtigste Maßnahme ist es – und muss es bleiben, so genannte Risikopatienten bzw. Verdachtsfälle frühzeitig auf KPC-Keime zu untersuchen und, bei positivem Befund, zu isolieren. Das gilt für jede Wiederaufnahme in ein Krankenhaus.“, ergänzt Gesundheitsamt abschließend.