Das Burgleben im Mittelalter

Kriebstein. Die Gruppe Haubentaucher bot viel Wissenswertes rund um die Zeit um 1440 auf einer Burg.

Kriebstein (UW). Wie war es um 1480 auf der Burg Kriebstein? Wie wurde damals gelebt und gearbeitet? Auf diese und viele andere Fragen gab es am Wochenende auf Burg Kriebstein durch die Gruppe „Haubentaucher“ Antworten. Mit Mitgliedern aus ganz Deutschland und der Schweiz versuchte die Gruppe zu zeigen, wie einst das Leben ablief. Kein Schlachtengetümmel oder Zweikämpfe wo die Rüstungen schepperten wurden geboten, sondern das Leben darum herum. So konnten die Besucher sehen, was ein Sarwürker ist – ein Handwerker, der anno dunnemals die Kettenhemden für die Ritter fertigte. Kurzärmlich bestanden diese aus rund 30.000 Metallplättchen, die miteinander vernietet wurden. Aber auch der Pfeilemacher ließ sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. So gab es Informationen über die Bogen und die verschiedenen Pfeilearten. Wie einst gefärbt wurde, bekamen die Besucher auch erläutert. Ebenso, wie die Burgbewohner ihre Freizeit verbrachten. Die dabei verwendeten Brettspiele sind mit den heutigen wie Schach und Halma sehr verwandt.

Und wer hatte schon gedacht, dass die Schwerter in früheren Jahren nur an den Spitzen extrem scharf waren, um stechen und den Gegner schneiden zu können. Der Rest der Schwerter war nur mäßig scharf und später wurde er überhaupt nicht mehr angeschärft. Alle wichtigen Personen des Alltags auf einer Burg in dieser Zeit waren vertreten, angefangen bei der Näherin bis hin zum Waffenmacher.