Das „Dirt Track-Special“ im Verkehrsmuseum

Dresden - Sie sind laut, ziemlich alt und werden schmutzig. Die Fahrzeuge des "Dirt-Track-Rennsports" sind keine Oldtimer, die man nur mit Samthandschuhen anfassen darf. In der aktuellen Ausstellung "Burning Concrete" im Verkehrsmuseum Dresden können die Besucher drei originale Renn-Maschinen betrachten. Die Werke und Exponate sind eine Mischung aus Kunst und Fahrzeugbau.

Der Dirt Track-Rennsport gehört mit zu den ältesten Renndisziplinen und bildet die Grundlage für den heutigen Motorsport. Auf einer unbefestigten, ovalen Strecke drehen die Fahrer in alten Autos oder auf Motorrädern ihre Runden - ohne Boxenstop, Reifenwechsel oder sonstwas. Dieses Spektakel wird deutschlandweit von etwa 30 Personen aktiv betrieben - und sie lieben es nicht ohne Grund. Es sei alles entspannt, sehr warmherzig und letztendlich ginge es um das Fahren, so Michael Röhnisch, Dirt Track-Fahrer aus Dresden.

In Deutschland gibt es aktuell vier ernst zunehmende Dirt Track-Rennsportveranstaltungen. Alle liegen auf ostdeutschen, ehemals DDR-Motorrad-Speedways. Die nächstgelegene Strecke ist der Hindenberg-Speedway bei Lübbenau, wo die MSC Jugend Lübbenau ordentlich aufs Gas tritt. Dirt Track ist jedoch nicht gefährlicher als andere Rennveranstaltungen, so Tobias Klaus. Das mache den Rennsport aus und es sei auch das, was die Zuschauer sehen wollen. 

Die drei Exponate können noch bis zum 14. April betrachtet werden. Neben zwei Harley Davidson-Motorrädern aus den 1950ern steht ein besonderes Sprintcar von Ford aus den 1930ern in der Ausstellung. Wer nun Interesse an den Dirt-Tracks bekommen hat, kann einen Eindruck davon am 1. Mai beim MSC Lübbenau bekommen. Dann findet das 72. Sandbahnrennen statt, bei dem sich internationale Fahrer messen werden.