Das Ende des Dresdner Mietermarktes?

Durch die Gagfah-Klage rückt die Wohnungspolitik wieder ins Blickfeld. Mit dem Verkauf der WOBA hat sich die Stadt Dresden vor vier Jahren von dieser Aufgabe allerdings verabschiedet, so Sabine Friedel (SPD). +++

Friedel: Das Ende des Dresdner Mietermarktes muss der Anfang einer neuen Dresdner Wohnungspolitik sein

Die Auseinandersetzung der Stadt Dresden mit der Gagfah rückt ein originär kommunales Aufgabengebiet wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit: Die Wohnungspolitik. Mit dem Verkauf der WOBA hat sich die Stadt Dresden vor vier Jahren von dieser Aufgabe verabschiedet. Seither ist viel passiert: Die Durchschnittsmieten sind von 2006 bis 2009 um 17 Prozent gestiegen. Der Leerstand ist unter die 10%-Marke gerutscht, so dass man in der Stadt nicht mehr von einem „Mietermarkt“ sprechen kann.

„Höchste Zeit, dass sich die Stadt wieder stärker um das Thema kümmert, was alle Menschen in Dresden betrifft“ fordert die Dresdner SPD-Vorsitzende Sabine Friedel. „Steigende Mieten und Heizkosten machen den Dresdnern bereits jetzt zu schaffen. Im Bund sind tiefgreifende Verschlechterungen des Mieterschutzes geplant. Die Stadt entwickelt sich auseinander in bessere und schlechtere Viertel.“ All dies seien Gründe genug, von der Stadt mehr wohnungspolitisches Engagement einzufordern. „Wir brauchen eine neue Wohnungspolitik in unserer Stadt!“ so Friedel.

Der Parteitag der SPD Dresden, der am kommenden Sonnabend, dem 26. März ab 10 Uhr im Dresdner Rathaus stattfindet, trägt daher den Titel „Soziale Wohnungspolitik für Dresden“. In drei Leitanträgen setzen sich die Sozialdemokraten mit kommunalen Maßnahmen im Bereich des Wohnens auseinander. Für Grußworte haben sich bereits der Beigeordnete für Soziales Bürgermeister Martin Seidel und der Direktor des Verbandes Sächsischer Wohnungsbaugenossenschaften e.V. Dr. Axel Viehweger angekündigt. Von wohnungspolitischen Initiativen in der Landeshauptstadt München berichtet Gastreferent Anno Dietz. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist selbstverständlich frei. Alle Gäste besitzen auf diesem Parteitag Rederecht. Weitere Informationen gibt es unter www.spd-dresden.de.

Quelle: SPD Dresden

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