Das fremde Herz

Unter diesem Motto stand der gestrige Abend am Theater der Jungen Welt. Ein Podiumsgespräch mit Lesung unter der Leitung von Moderator Bastian Wirzioch.

Der Leipziger Philosoph Professor Ulrich Johannes Schneider debattierte über die ethisch-philosophischen Facetten des Themas Herztransplantation. Professor Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr sprach als Direktor des Leipziger Herzzentrums über die physische und psychische Bedeutung des Herzens. Dabei ging es auch um die zu geringe Bereitschaft der Deutschen, Organe zu spenden.

Interview: Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr – Direktor des Leipziger Herzzentrums

Die Entscheidung, Organspender zu sein, sollte gleich mit der Ausstellung des Personalausweises getroffen werden, so Mohr. Das könne dem Organmangel entgegenwirken. In Deutschland warten insgesamt etwa 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Drei davon sterben täglich, weil es nicht genügend Organspenden gibt.