„Das Gesicht. Eine Spurensuche“ – Ausstellung endet Sonntag

Dresden - Am Sonntag endet die Ausstellung „Das Gesicht. Eine Spurensuche“ im Deutschen Hygienemuseum. Während ihrer sechsmonatigen Laufzeit zählte sie rund 80.000 Besucher. Die Sonderschau beleuchtete unbequeme Themen – etwa die vieldiskutierte Überwachung im öffentlichen Raum – und regte zugleich mit zahlreichen interaktiven Stationen zum Spiel mit der eigenen Mimik an.

Was können Mimik-Forscher und modernste Überwachungssoftware im menschlichen Gesicht erkennen – und was nicht? Mit der Sonderausstellung „Das Gesicht. Eine Spurensuche“ begab sich das Deutsche Hygiene-Museum einmal mehr in das Spannungsfeld von Wissenschaft und Kunst – und stellte sich den Fragen, die moderne Technologien an die Politik und an uns alle richten. Neben den nüchternen Zahlen zeigt sich Prof. Klaus Vogel, Direktor des Deutschen Hygiene-Museums, vom interaktiven und zugleich kritischen Ansatz der Ausstellung begeistert: „Im besuchsstarken Jahr 2017 setzte die Ausstellung 'Das Gesicht' auch ein Ausrufezeichen in Sachen Qualität. Mit einer Mischung aus Mitmach-Stationen zur Gesichtserkennung, historischen

© Moritz Wehrmann

Dokumenten zur Mimik-Forschung oder epochenübergreifender Portraitkunst gelang es uns offenbar, zu unterhalten und gleichzeitig zum Nachdenken anzuregen: Etwa über die Frage, ob unser Gesicht heute eigentlich noch uns selbst gehört?“ Auch was es mit der Faszination der allgegenwärtigen Selfies auf sich hat, beschäftigte die Ausstellungsmacher: Während der gesamten Laufzeit waren Besucher dazu aufgerufen, ihre Meinung pro oder contra Selfies kund zu tun – entweder in Form eines selbstgeknipsten Fotos oder eines schriftlichen Statements. Eine Auswahl der etwa 300 Beiträge, die das Museum im Rahmen dieser Aktion gesammelt hat, ist noch bis Sonntag in der Ausstellung zu sehen.
Letzte öffentliche Führung:
So, 25. Februar, 16 Uhr (Teilnahme mit Museumsticket kostenlos)