Das Gesundheitsamt rät: Jetzt der Grippe vorbeugen!

In Dresden gab es seit Beginn des Jahres 27 laborbestätigte Fälle von Grippe. Die bisher erhobenen Zahlen lassen vermuten, dass der Verlauf der Grippesaison in diesem Jahr heftiger sein wird als in den Vorjahren. +++

Der Winter ist da und mit ihm die Erkrankungen an „echter Grippe“ (Influenza). In Europa steigt derzeit die Zahl der Grippe-Erkrankungen. Seit der zweiten Januarwoche ist auch in Deutschland und in Sachsen eine leichte Zunahme zu verzeichnen.

An einer Grippe kann prinzipiell jeder erkranken. Unabhängig ob die Person jung, gesund, leistungsfähig und durchtrainiert oder chronisch krank oder älter ist. Die Gefahr zu erkranken und einen schweren Krankheitsverlauf zu entwickeln, ist jedoch bei Menschen mit chronischen Erkrankungen (Herz, Lunge, Diabetes oder immunologische Erkrankungen) und bei älteren Menschen höher. Auch während einer Schwangerschaft besteht erhöhtes Risiko.

Die Virusübertragung bei saisonaler Grippe erfolgt in der Regel von Mensch zu Mensch über eine sogenannte Tröpfcheninfektion. Viren gelangen über den Speichel (Husten,  Niesen) in die Umgebung und werden wieder eingeatmet oder über Gegenstände und Handkontakt weitergetragen. Regelmäßiges Waschen der Hände und Unterlassen des Handkontaktes reduziert die Gefahr der Virusübertragung. Husten und Niesen in Richtung der eigenen Schulter und nicht in die Hände verhindert, dass die Viren in die Hände gelangen.

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Grippe beträgt rund ein bis zwei Tage, maximal bis zu fünf Tage. Zu den Krankheitssymptomen gehören hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und schlechtes Allgemeinbefinden. Betroffene Personen sollten einen Arzt aufsuchen und Kontakte einschränken. Das gilt natürlich auch für grippale Infekte, die nicht durch Grippeviren hervorgerufen werden. Menschen können auch den Grippevirus in sich tragen und nur leichte oder gar keine Symptome zeigen.  Von ihnen geht ebenfalls eine Infektionsgefahr aus.

Entsprechend der Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO) rät das Gesundheitsamt nach wie vor zur Grippeimpfung. Die Impfung ist generell in Sachsen ab dem siebenten Lebensmonat empfohlen. Jede Bürgerin und jeder Bürger hat also die Möglichkeit, sich für eine Impfung, die in der Regel der Hausarzt durchführt, zu entscheiden.

Generell gilt, je mehr Menschen in einer Gemeinschaft geimpft sind, umso geringer wird die Gefahr einer Weiterverbreitung der Grippeviren. Doch nicht bei allen Menschen wirkt die Impfung gleich gut. Besonders bei älteren Menschen (ab 65 Jahre), aber auch bei Kindern wirkt der Impfschutz, in Abhängigkeit vom verwendeten Impfstoff, im schlechtesten Fall gerade einmal bei der Hälfte der Geimpften. Menschen mit schweren Erkrankungen entwickeln aufgrund ihrer Medikamentierung oft keine Abwehr gegenüber den Viren. Eine gut geimpfte Gemeinschaft kann diese Menschen schützen. Bei gesunden Erwachsenen liegt die Schutzrate in der Regel zwischen 70 und 90 Prozent. Mit einem Schutz vor Grippeviren ist rund zwei Wochen nach der Impfung zu rechnen. Trotz aller Einschränkungen ist die Impfung gegen Grippeviren die gegenwärtig wirksamste Schutzmaßnahme vor einer Erkrankung. In der Regel übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Quelle: Stadt Dresden

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