Das Handwerk hat es schwer durch Corona

Dresden - Corona hat viele Berufe verändert, so auch Handwerksberufe wie Kosmetiker oder Bäcker. Doch wie geht es dem Handwerk in Sachsen? Diese Frage hat nun die Handwerkskammer Dresden beantwortet.

Die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie haben auch das ostsächsische Handwerk ergriffen. Die Auswirkungen haben die bereits im Vorjahr eingesetzte Abschwächung der Konjunktur noch verstärkt. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind daher insgesamt verhalten und in einzelnen Branchen besonders eingetrübt.

Seit 2. November dürfen Kosmetikbetriebe ihrem Handwerk nicht nachgehen und Bäckern, Konditoren und Fleichern ist es untersagt ihre eigenen Cafés und Imbisse zu betreiben. Bundesregierung und Freistaat begründen diese Maßnahmen mit dem Kampf gegen das Corona-Virus und dem starken Anstieg der Fallzahlen in den vergangen Wochen.

Trotz Verschlechterung des Geschäftsklimas im Gesamthandwerk gegenüber dem Vorjahr schätzen knapp die Hälfte, rund 52% der Handwerksunternehmen ihre derzeitige Geschäftslage als gut ein, nur 12% klagen über eine schlechte Geschäftslage. Nach dem Frühjahrs-Lockdown und seinen Nachwirkungen hat sich die Lage so weit stabilisiert, dass mehr als die Hälfte der Betriebe gleichbleibende Umsätze melden. Zwar hat sich die Auftragslage im Vorjahresvergleich verschlechtert, dennoch hat die Mehrzahl der Handwerksunternehmen weiterhin gut zu tun, mehr als die Hälfte der Unternehmen berichten von fast vollständiger Auslastung. Außerdem meldet die Mehrheit der Betriebe, 87% eine in den vergangenen Monaten konstant gebliebene, leicht gestiegene Beschäftigungszahl, resultierend durch den derzeitig vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld.