„DAS SCHÖNE SOLL GEWALT ÜBER DIE MENSCHEN HABEN“ – Kunst im Nationalsozialismus

Vortrag von Dr. Birgit Schwarz, Kunsthistorikerin und Ausstellungskuratorin. Termin: 21. Oktober 2010 um 19 Uhr im Deutschen Hygiene-Museum Dresden. +++

Eintritt: 3 € / Ermäßigungsberechtigte frei

Auftaktveranstaltung in der Vortragsreihe:
SCHÖNHEIT UND GEWALT – EINE KULTURFOLGENABSCHÄTZUNG

Kunst im Nationalsozialismus hatte es schwer. Nicht nur die moderne Kunst, die diffamiert,
verbannt und vernichtet wurde, sondern auch die sogenannte „NS-Kunst“, die sich –
verunsichert durch staatliche Bevormundung und Unterdrückung – jegliche Freiheit und
Kreativität versagte.

Denn NS-Kunst hatte – im Gegensatz zur angeblich hässlichen Moderne – schön zu sein. Was aber unter „schön“ zu verstehen war, dafür fehlten klare Richtlinien des „Führers“. Was Hitler, der seine Laufbahn als Maler begonnen hatte und sich sein ganzes Leben lang als Künstler verstand, unter schön verstand, wird anhand von Gemälden aus seiner Privatsammlung vorgestellt werden.

Wie und warum sich sein Schönheitskonzept zwangsläufig mit Gewalt verband, wird Dr. Birgit Schwarz in ihrem Vortrag ebenfalls zu klären versuchen.

Zur Person: 1984 Promotion im Fach Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität
Mainz, anschließend zweijähriges Museumsvolontariat an der Staatlichen Kunsthalle
Karlsruhe. Seit 1989 als freischaffende Kunsthistorikerin, Lektorin und Kuratorin in Freiburg,
Trier und Wien tätig; zahlreiche Publikationen zur Kunst des 20. Jahrhunderts, insbesondere zu
Otto Dix und zur Dresdner Kunstszene der zwanziger Jahre, zur NS-Kulturpolitik und dem
geplanten „Führermuseum Linz“ sowie zum Selbstverständnis Hitlers als Künstler, Mäzen und
Kunstsammler.

Quelle: Deutsches Hygienemuseum
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