Das sollten Sie bei Brandverletzungen im Advent tun

Sachsen – Brennende Weihnachtsbäume und Adventsgestecke lassen alljährlich im Dezember die Zahl der Feuerschäden ansteigen. Auch in der Küche und am Esstisch besteht zur Weihnachtszeit erhöhte Verbrennungsgefahr. Doch was sollte man bei Brandverletzungen tun? Wir klären auf:

„Als Faustregel gilt: Bei Verbrennungen im Gesicht, an den Händen, Gelenken oder den Genitalien sofort unter der Rufnummer 112 den Rettungsdienst rufen“, erklärt Peter Appelt, Ausbildungsleiter der sächsischen Johanniter. „Auch bei Verletzungen, die größer sind als ein Handteller, sollte man auf jeden Fall professionelle Hilfe holen.“

Wichtig ist, dass die Brandwunden steril abgedeckt werden, damit es nicht zu Entzündungen kommt. Entsprechende Verbandsmittel findet man in jedem Auto-Verbandskasten. Kleinflächige Verbrennungen, etwa an einem Finger, können zur Schmerzlinderung kurz gekühlt werden, aber nicht mit eiskaltem Wasser. Eine weitere Gefahr droht bei schweren, großflächigen Verbrennungen und bei Gesichtsverbrennungen. „Atem- und Kreislaufstörungen sind oft die Folge. Deshalb sollten Ersthelfer unbedingt Atmung und Kreislauf der verletzten Person beobachten, bis der Rettungsdienst eintrifft“, rät Johanniter-Profi Peter Appelt. Wie man in solchen Situationen richtig handelt, lernt man in Erste-Hilfe-Kursen. Speziell für Eltern und Großeltern bieten die Johanniter auch Kurse zur Ersten Hilfe am Kind an.

Wenn im Lauf der Zeit die Adventskränze und Christbäume immer trockener werden, steigt die Brandgefahr. Hier gilt: Niemals Kerzen unbeaufsichtigt brennen lassen. „Am besten jedes Mal einen kleinen Rundgang machen, bevor man die Wohnung verlässt, damit keine Kerze vergessen wird“, so Appelt.

Quelle: Johanniter Sachsen