Das Wochenende fällt ins Wasser!

Nachdem die letzten beiden Wochenende vielfach warmes bis schwül-heißes Wetter brachten erwartet uns nun herbstlich kühle und vor allem feuchte Tage.

Immerhin bleiben diesem die schweren Gewitter aus. Dafür gibt es aber immer wieder Regen. Für Events unter freiem Himmel ist das aktuelle Wochenende leider kaum geeignet. Auch die Freibadbetreiber brauchen sich dieses Wochenende nicht auf einen großen Ansturm vorzubereiten.

Tief Oksana vermiest uns bereits morgen den Start ins Wochenende. Über ganz Deutschland ziehen dichte Wolken hinweg und immer wieder fällt zum Teil kräftiger Regen. Das ganze bei maximal 15 bis 22 Grad und garniert mit einem frischen, teils auch stürmischen Wind. Auch der Samstag und Sonntag bringt bei 14 bis 23 Grad keine große Wetteränderung. Immer wieder fällt längere Zeit Regen oder es gibt einzelne Regenschauer.

Auch der Start in die neue Woche bleibt herbstlich und feucht. Der Montag bringt bei 15 bis 21 Grad weitere Schauer. Ähnlich verhält es sich mit dem Dienstag. Erste Lichtblicke ergeben sich am Mittwoch. Dann strömt aus Südwesten wieder wärmere Luft nach Deutschland und die Werte erreichen südlich des Mains 20 bis 26 Grad. Sonst bleibt es mit Höchstwerten um 20 Grad weiterhin recht frisch.

Trotz des wechselhaften Wetters ist der Juli bisher deutlich weniger verregnet als sein Vorgänger aus 2011. Damals gab es teilweise tagelange Regenfälle am Stück. Das ist dieses Jahr nicht der Fall. Im Juli 2011 fiel beispielsweise im Nordosten teilweise 350 Liter Regen pro Quadratmeter. Dieses Jahr sind es gerade mal erst 13 Liter pro Quadratmeter gewesen. In Berlin fielen bisher im Juli 70 Liter Regen, 2011 waren es satte 200 Liter Regen auf den Quadratmeter.

„Vom nassen Sommer 2011 sind wir also bisher noch sehr weit entfernt. Was wir derzeit erleben ist ein typisch mitteleuropäischer Sommer“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Der Sommer 2012 spaltet zudem die Nation. Während es die einen schon jetzt als Regensommer bezeichnen, finden andere wiederum den Sommer genau richtig. Kritiker des aktuellen Sommers werfen ihm vor er brächte nicht genug Hitze. Hier muss man allerdings ganz klar sagen: Wir sind in Mitteleuropa und nicht am Mittelmeer. Viele Menschen sind in Deutschland scheinbar immer noch vom Sommer 2003 verwöhnt. Dieser Sommer war ein Jahrhundertsommer und eine absolute Ausnahme. Dummerweise hatten damals einige Klimaexperten angekündigt, dass zukünftig alle Sommer immer heißer und trockener werden würden, was so bis heute gar nicht eingetreten ist.

Kürzere Hitzewellen von 2 bis 3 Wochen brachten noch der Sommer 2006 – wir erinnern uns an die Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land oder etwa 2010 – Stichwort Klimaanlagenchaos bei der Deutschen Bahn!

Noch mal kurz zusammengefasst: Warme bis heiße Sommer mit viel Hitze und hoher Trockenheit sind typisch südeuropäische Sommer und in der Regel KEINE mitteleuropäischen Sommer. Diese sind mehrheitlich der wechselhaften und mäßig warmen Art!

Abschließend noch ein kurzer Faktencheck zwischen Juli 2011 und 2012:

Der Juli 2011 war um fast 1 Grad kälter als im langjährigen Mittel. Der Juli 2012 ist bisher jedoch um 1,5 Grad wärmer als im langjährigen Mittel.

Im Juli 2011 wurde das normale langjährige Regensoll zu 170 Prozent erfüllt, d.h. es gab es Plus von satten 70 Prozent. Bisher ist das Regensoll gerade mal zu 40 Prozent erfüllt – also deutlich weniger als im Vorjahr.

Bei der Sonnenscheindauer brachte es der Juli 2011 gerade mal auf insgesamt 70 Prozent des üblichen Solls. Aktuell haben wir das Sonnenscheinsoll schon zu 30 Prozent erreicht.