Das Wunder vom Küchwald Part 2

Spielwitz, Kampfgeist und Hoffnung trotz kleinen Rückschlags weiterhin treibende Kraft im Küchwald.

Es gibt so Tage, die sollte man schnell vergessen und genau so einen Tag erwischten die Wild Boys bei ihrem Auswärtsspiel in Jonsdorf, welches sie mit 1:6 (1:2,0.3,0:1) verloren.

Während die Jonsdorfer auf ihre Doppellizenzspieler der Lausitzer Füchse bauen konnten, mussten die Chemnitzer auf Mike Losch und Roman Kondelik verzichten. Roman Kondelik, der bereits die letzten beiden Spiele trotz eines Infekts bestritten hat, bekam eine Pause verordnet und Mike Losch fehlte berufsbedingt.
Somit kam der 21-jährige Stephan Quietzsch zu seinem ersten Oberligaspiel von Beginn an. Allerdings hätte er sich sein Debüt auch ganz anders vorgestellt. Schon nach 51 Sekunden musste er, vor 374 Zuschauern, das erste Mal hinter sich greifen. Die Falken durch das frühe Tor von Milan Buda beflügelt setzten gleich nach und erzielten bereits in der dritten Minute das 2:0 durch Mario Hähnel. Daraufhin reagierte Mannix Wolf und nahm eine frühe Auszeit. In der Folge fingen sich die Wild Boys und kamen besser in Spiel. Zwar hatten die Jonsdorfer weiterhin die Chancen aber ein zwei sichere Aktionen bei Stephan Quietzsch ließen hoffen, das er der nötige Rückhalt sein kann. In der siebenten Minute dann endlich die erste Chance der Wild Boys, doch Dustin Strahlmeier im Jonsdorfer Tor ließ sich nicht kalt erwischen. Nun waren die Chemnitzer wach und agierten mehr nach vorn, so erzwangen sie dann auch die ersten Strafen im Spiel. Zunächst noch bei angezeigter Strafe, verlies Stephan Quietzsch sein Tor und die Wild Boys setzten sich im Drittel der Falken fest. Die Hausherren wussten sich nur mit einem weiteren Foul zu behelfen und Chemnitz fand sich in doppelter Überzahl wieder. Diese Einladung nahm Julius Michel dankend an und beförderte nach nur 12 Sekunden die Scheibe zum 1:2 Anschluss über die Linie. Den Rest der Überzahl blieben die Chemnitzer gefährlich, ohne jedoch den Ausgleich zu schaffen. Die letzten Minuten des ersten Drittels gehörten eindeutig den Chemnitzern, doch selbst eine weitere Überzahl führte nicht zum Erfolg. So ging es mit einem knappen 1:2 in die Kabinen.

Im zweiten Drittel machten die Chemnitzer gleich dort weiter wo sie aufgehört hatten. Allerdings stand ihnen ein ums andere Mal Strahlmeier im weg. Genau in die Druckphase der Chemnitzer hinein, gelang den Falken das 3:1. Ein Schuss von David Wolters rutschte dem jungen Chemnitzer Goalie durch die Beine und die Partie schien ihren Knackpunkt gefunden zu haben. Nun wieder mit zwei Treffern im Rückstand mussten die Chemnitzer wieder mehr für die Offensive tun und sie taten es auch. Sie schnürten die Jonsdorfer zeitweise in ihrem Drittel ein, blieben aber Konteranfällig. Genau zwei solcher gefährlicher Konter der Falken brachte binnen drei Minuten die Entscheidung. Zunächst erhöhte der Fuchs Jakub Wiecki auf 4:1 (29.Min.) ehe Milan Buda mit seinem zweiten Treffer das 5:1 (33.Min) markierte. Dennoch hatten die Chemnitzer weitere Chancen, scheiterten aber ein ums andere Mal am klasse spielenden Goalie der Falken.

Im Schlussdrittel hieß es für die Chemnitzer eigentlich nur noch Ergebniskosmetik zu betreiben. Die ersten Chancen hatten aber die Jonsdorfer, wobei der Chemnitzer Torpfosten den nächsten Gegentreffer verhinderte. Dann waren die Wild Boys wieder am Zug, aber es gab nicht viel Neues zu berichten. Entweder waren die Schüsse zu ungenau, oder aber Dustin Strahlmeier fing die Scheibe aus der Luft. Dann die zweite Strafezeit der Chemnitzer und Jonsdorf will den Vorsprung ausbauen. Allerdings stehen die Chemnitzer sicher und überstehen diese Unterzahl. Doch gerade als sie wieder vollzählig sind schlägt ein Schuss von Jakub Wiecki zum 6:1 (52.Min) ein. In den letzen Minuten versuchen die Chemnitzer noch mal alles um einen zweiten Treffer zu erzielen, doch diesem Tag sollte einfach nichts so recht gelingen. Am Ende gewannen die Jonsdorfer trotz einer Schussstatistik von 42:21 für die Wild Boys nicht unverdient. Sie nutzen einfach ihre Chancen konsequent und brachten den Wild Boys die höchste Saisonniederlage bei.

Nun heißt es das Spiel schnell abzuhaken und die nächsten Aufgaben anzugehen. Immerhin konnte man den zehn Punktevorsprung in der Tabelle verteidigen und hat es weiterhin selbst in der Hand den zweiten Platz zu erreichen. Vielleicht war die Niederlage auch ein Zeichen, welches nochmals verdeutlicht, das es keine Selbstläufer gibt und man jedes Spiel konzentriert angehen muss. Denn auch andere Ergebnisse beweisen, das in dieser Liga Jeder Jeden schlagen kann.

Wild Boys Chemnitz
Tor: Kondelik, Quietzsch
Verteidigung: Dvorak, Kohlstrunk, Schenkel, Pohling, Frank, Seidl
Sturm: Vymazal, Hofverberg, Michel, Rentzsch, Geier, Uhlig, Stiegler, Hofmann

Jonsdorfer Falken – Wild Boys Chemnitz 6:1 (2:1,3:0,1:0)

1:0 (0:51) Buda (Hähnel, Kohl)
2:0 (2:49) Hähnel (Kohl, Wolters)
2:1 (13:21) Michel (Pohling, Frank) PP 5-3

3:1 (25:51) Wolters (Havlik, Wiecki)
4:1 (28:47) Wiecki (Landgraf, Havlik)
5:1 (31:23) Buda (Hähnel, Wolters)

6:1 (51:50) Wiecki (Gulda,P., Mieszkowski)

Strafen : 12 / 6

Quelle: www.erv07.de

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