DEHOGA zieht durchwachsene Jahresbilanz

Leipzig hat viel zu bieten. Das wissen auch zunehmend mehr Touristen zu schätzen. Im vergangenen Jahr wurde erstmals die Schallmauer von zwei Millionen Übernachtungen durchbrochen und auch für 2011 sind die Prognosen gut.+++

Doch wie zufrieden sind die Hoteliers und Gastronomen tatsächlich? Wir haben mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Bilanz gezogen.

Keine Frage, Leipzig ist ein Touristenmagnet und immer eine Reise wert. Das belegen die steigenden Besucherzahlen. Doch die müssen sich nicht automatisch auf den Umsatz auswirken. Nicht immer lassen die Touristen das Geld auch wirklich bei den Gastronomen und Hoteliers der Stadt. Das weiß auch der DEHOGA, der mit etwas gemischten Gefühlen auf das Jahr zurückblickt.

Interview: Holm Retsch – Geschäftsführer DEHOGA Leipzig

Viele Touristen, wie zum Beispiel die Besucher des Gondwanalandes, kommen oft nur für einen Tag nach Leipzig. Hier sind vor allem die Hoteliers gefragt, die die Besucher mit attraktiven Arrangements sozusagen etwas länger in unsere Stadt locken könnten. Generell boomt es zu bestimmten Spitzenzeiten am meisten. Dann gibt es wieder Monate, in denen in Hotellerie und Gastronomie eher Ebbe herrscht. Hier wäre etwas mehr Kontinuität wünschenswert. Nur an rund 25 Tagen im Jahr sind die Hotels in Leipzig ausgebucht. Trotzdem werden mehr Häuser gebaut. Ein Trend, den der DEHOGA kritisch sieht.

Interview: Holm Retsch – Geschäftsführer DEHOGA Leipzig

Auch auf die Gastronomen kommen im nächsten Jahr Veränderungen zu. Mit der Einführung der Hygiene-Ampel wird ein nicht unumstrittenes Kontrollinstrument geschaffen. So soll die hygienische Qualität in den Küchen geprüft, bewertet und für die Gäste sichtbar gemacht werden. Der DEHOGA zweifelt allerdings an der Zweckmäßigkeit der Ampel und befürchtet eine Benachteiligung bis hin zur Existenzgefährdung betroffener Betriebe.

Interview: Holm Retsch – Geschäftsführer DEHOGA Leipzig

Es wird also auch im kommenden Jahr genügend Herausforderungen für die Leipziger Hoteliers und Gastronomen geben. An genügend Touristen wird es sicherlich nicht mangeln. Und wenn dann noch die Rahmenbedingungen stimmen, wird unsere Stadt auch ein guter Gastgeber für sie sein.