Deichabholzung hat begonnen

Den eher negativ behafteten Ausspruch „Das interessiert mich so sehr wie die letzte Wasserstandsmeldung!“ wird man in Leipzig aktuell wohl selten hören. Denn vor allem die Bewohner der Stadtteile Leutzsch und Lindenau sind vom Hochwasser bedroht. Während in den letzten Tagen schon der Auenwald und der Schlobachshof geflutet wurden, greift die Stadt – angesichts bevorstehender erneuter Regenfällen – nun zu weiteren Maßnahmen rund um die Flüsse Elster, Nahle und Luppe.

„Baum fällt!“ heißt es ab heute entlang der Deiche des Elsterbeckens in Leipzig. Auf einer Strecke von rund 1,3 Kilometern wird dort nämlich fast der komplette Baum- und Strauchbestand abgeholzt. Vor allem der Deich nördlich der Hans-Driesch-Straße gilt dabei als akute Gefahrenzone im Falle weiter steigender Pegel.

Interview: Axel Bobbe – Leiter Landestalsperrenverwaltung

Die schon getätigten Maßnahmen, unter anderem die Teil-Flutung des Auenwaldes verliefen bereits erfolgreich. Die momentane Problemzone für die Feuerwehr ist der Gundorfer Weiher.

Intervew: Karl-Heinz Schneider – Leiter der Branddirektion

Und auch von der jetzigen Abholzung verspricht sich die Stadt eine weitere Entlastung.

Interview: Heiko Rosenthal, DIE LINKE – Bürgermeister für Umwelt und Ordnung

Die Stadt scheint also selbst für den Ernstfall gerüstet. Damit der dennoch nicht eintritt, hat man neben den aktuell 60 Einsatzkräften der Feuerwehr und des THW auch noch 20 Bundeswehrsoldaten der Panzergrenadiere zur Deichkontrolle angefordert. Grund zur Panik besteht also nicht. Die drei hier machen bereits einen sehr entspannten Eindruck.