Demo für mehr Personal in Krankenhäusern

Die Beschäftigten des Klinikums Chemnitz demonstrieren im Rahmen einer aktiven Mittagspause am Dienstag vor ihrem Krankenhaus.

Vor der entscheidenden Beratung im Bundestag über den Gesetzentwurf zur Krankenhausfinanzierung machen die Beschäftigten noch einmal Druck. ver.di hat zusammen mit den Bündnispartnern zur Rettung der Krankenhäuser ab Montag zu einer Aktionswoche aufgerufen.

In zwölf Krankenhäusern demonstrieren die Beschäftigten vor den Kliniktüren, so zum Beispiel in Leipzig, Chemnitz, Aschersleben und Nordhausen. Andernorts finden Diskussionsrunden mit lokalen Politikern statt wie in Gardelegen oder Stollberg. In Grimma wird auf dem Marktplatz ein „Krankenhausbett der Zukunft“ ausgestellt und mit einer übergroßen Fußbodenzeitung anschaulich gemacht, wie prekär die Lage in den Krankenhäusern ist.

Der Gesetzentwurf sei zwar ein erster Schritt, aber nicht ausreichend, um die Probleme wirklich zu lösen. So ist vorgesehen, dass zusätzliches Pflegepersonal in den Krankenhäusern eingestellt werden kann. Die Ausgaben dafür sollen zu 70 Prozent gefördert werden. Woher die 30 Prozent Eigenmittel kommen sollen, bleibt offen. Mende befürchtet, dass dafür Stellen bei anderen Berufsgruppen abgebaut werden.

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