Demo-Montag: Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung und angezündeter Autos

Im Umfeld der Versammlungen am Montag hat es wiederholt Auseinandersetzungen unterschiedlichster Intensität zwischen den Teilnehmern der Pegiga-Kundgebung und den Gegendemonstranten gegeben. +++

Im Umfeld der Versammlungen am Montag hat es wiederholt Auseinandersetzungen unterschiedlichster Intensität zwischen den Teilnehmern der Pegiga-Kundgebung und den Gegendemonstranten gegeben. Die Dresdner Kriminalpolizei arbeitet die Vorkommnisse auf. Mit Blick auf das Einsatzende in den frühen Morgenstunden sind abschließend Bewertungen bzw. Detailinformationen gegenwärtig nicht möglich.

Ermittlungen wegen Volksverhetzung

Der Inhalt eines Redebeitrages auf der Kundgebung des Pegida
Fördervereins e.V. ist Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens. Nach einer rechtlichen Würdigung durch die Dresdner Staatsanwaltschaft wird gegen den Redner (56) wegen Volksverhetzung ermittelt. Die Dresdner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Der Mann hatte in seinen Ausführungen unter anderem Konzentrationslager in Deutschland thematisiert.

Anzeige wegen Raubes

Gestern Abend erstattete ein Pressefotograf (24) per E-Mail Anzeige bei der Polizei. Demnach war der junge Mann mit Fotoarbeiten im Bereich des Theaterplatzes beschäftigt, als er von mehreren Personen festgehalten und geschlagen wurde. In der Folge entrissen die Unbekannten die Kamera des 24-Jährigen und flüchteten. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Raubes.

Drei Fahrzeuge in Brand gesetzt

Gegen 20.50 Uhr setzten Unbekannte drei Fahrzeuge an der Lindengasse in Brand gesetzt. Auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes waren ein BMW sowie ein KIA betroffen. Auf einen gegenüberliegenden Parkplatz ging ein Renault in Flammen auf. Alle drei Fahrzeuge hatten Pirnaer Kennzeichen. Sie wurden von Pegida-Teilnehmern benutzt.

Ein Toyota sowie ein Opel, die direkt neben dem Renault standen und Anwohnern gehörten wurden durch die Hitzeentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mindestens 19.000 Euro.

Da ein Zusammenhang mit dem gestrigen Versammlungsgeschehen naheliegend ist, hat die Ermittlungen zwischenzeitlich das Dezernat Staatschutz übernommen. Die Beamten suchen Zeugen, die Wahrnehmungen im Zusammenhang mit den Brandstiftungen gemacht haben.

Fahrzeuge beschädigt

Im Verlauf des gestrigen Abends sind mindestens vier Fahrzeuge in der Dresdner Innenstadt beschädigt worden. Die betroffenen Autos standen an der Ostra Allee, der Grünen Straße, der Ammonstraße sowie der Bauhofstraße. Der Schaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro. Ein Zusammenhang mit dem gestrigen Versammlungsgeschehen ist anzunehmen.

Quelle: Polizei Dresden