Demo-Sonntag in Dresden: LEGIDA und PEGIDA legen Differenzen bei

Am Sonntag hat sich PEGIDA in Dresden zum 13. Mal getroffen. Auf dem Theaterplatz sprach vor 17.300 Teilnehmern auch Silvio Rößler vom Orga-Team LEGIDA. Man wolle in Zukunft Schulter an Schulter spazieren, so LEGIDA. +++

Eine halbe Stunde später als geplant (gegen 15 Uhr) begann am Sonntag in Dresden die Kundgebung von PEGIDA auf dem Dresdner Theaterplatz. PEGIDA-Anhänger konnten nur vom Postplatz her auf den Theaterplatz gelangen, da die Polizei die anderen Zugänge abgesichert hatte.

Nach Kathrin Oertels Ansprache hielt auch Silvio Rößler vom Orga-Team LEGIDA-Leipzig eine Rede. Er verkündete, dass alle Differenzen zwischen PEGIDA und LEGIDA ausgeräumt seien.

Direkt nebenan auf dem Schlossplatz fanden gleich drei Gegendemos (Kehraus, Dresden Nazifrei und Dresden für alle) statt.

Die PEGIDA-Kundgebung war zum ersten Mal an einem Sonntag. Grund: am Montag rockt unter anderem Herbert Grönemeyer für ein weltoffenes Dresden auf dem Neumarkt an der Frauenkirche. PEGIDA begründete die Verschiebung der Kundgebung so: „Wir wollen keinesfalls, dass es zu Ausschreitungen kommt, welche auf Grund der Großzahl linker Chaoten und Gewalttäter aus dem autonomen Antifa-Spektrum kommt. Zum Zweiten wollen sicher viele unserer Anhänger auch gern zum Konzert von Gröni und Silly usw. und dies wollen wir denen natürlich ermöglichen. Der Anlass des Montags-Gratiskonzerts (Weltoffenheit) klingt ja auch vernünftig und ist in unserem Sinne.“

Laut Polizei sollen 17.300 Teilnehmer bei der PEGIDA-Kundgebung auf dem Dresdner Theaterplatz gewesen sein. 5000 Teilnehmer insgesamt bei den drei Gegendemos auf dem Schlossplatz in Dresden.