Demografiekongress in Chemnitz

Die Aussichten sind düster, zumindest was die Altersstruktur in Sachsen angeht.

Chemnitz ist da keine Ausnahme, im Gegenteil. Doch es wird versucht, dem Problem entgegenzutreten. So zum Beispiel am Freitag, beim 3.sächsischen Demografiekongress an TU Chemnitz.

Es ist sicher nicht die Suche nach der Patentlösung was am Freitag auf dem 3.Demografiekongress in Chemnitz betrieben wurde. Denn die gäbe es nicht, das wurde gleich zu Beginn klar gemacht. Dennoch sind die Zahlen ernüchternd. Bis zum Jahr 2025 wird die Einwohnerzahl im Freistaat Sachsen um etwa 500.000 sinken.

Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter jetzt von 45,9 Jahren auf etwa 50 Jahre. Von einem typisch sächsischen oder ostdeutschen Problem wird dabei nicht gesprochen, es betrifft ganz Deutschland.

Interview: Stanislaw Tillich (CDU) – Ministerpräsident Freistaat Sachsen

Ein kleiner Ort in der Nähe von Flöha musste sich bereits auf diese Veränderungen einstellen. 2006 schloss der letzte Einkaufsmarkt in der 1.800 Seelen Gemeinde. Im vergangenen Jahr ergriffen die Falkenauer dann die Initiative. Sie gründeten eine Genossenschaft und eröffneten ihren eigenen Supermarkt.

Interview: Thilo Walther – Vorstand Unser Laden Falkenau eG

Dabei legen die Umsatzergebnisse nach einem Jahr weit über den Erwartungen. Doch das ist nicht der Hauptgrund, warum der Laden eröffnet wurde. Mit dieser Initiative der Falkenauer bekam gleichzeitig die alte und ungenutzte Turnhalle eine neue Funktion. Der kleine Supermarkt der Falkenauer ist zudem weit mehr als nur der Einkaufsmarkt im Ort. 

Interview: Thilo Walther – Vorstand Unser Laden Falkenau eG

Die Initiative des kleinen Ortes Falkenau wurde ebenfalls am Freitag in Chemnitz vorgestellt. Eine Lösung für das demografische Problem wird man sicher nicht finden aber es geht um Lösungsansätze.

Interview: Stanislaw Tillich (CDU) – Ministerpräsident Freistaat Sachsen

Doch die muss gefunden und vor allem umgesetzt werden auch in Bezug auf die Schaffung von attraktiven Arbeitsplätzen. Nur so kann zumindest verhindert werden, dass immer mehr Menschen der Region den Rücken kehren.