Demonstration in Heidenau ohne Zwischenfälle

Rund 400 Personen haben am Samstag an einer Demonstration durch Heidenau teilgenommen, die der Jenaer Pfarrer Lothar König anmeldet hatte. An einer Zwischenkundgebung vor der Flüchtlingsunterkunft nahmen auch mehrere Flüchtlinge teil. +++

Die Dresdner Polizei zieht ein positives Fazit zu ihrem bisherigen Einsatz. Die Versammlungen in Heidenau und Dresden verliefen friedlich.

Von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr führte ein Aufzug mit rund 5.000 Teilnehmern vom Dresdner Hauptbahnhof über die St. Petersburger Straße, Wilsdruffer Straße, Theaterplatz, Augustusbrücke, Carolabrücke und Albertplatz bis zum Bahnhof Dresdner Neustadt. Auf dem Pirnaischen Platz und dem Carolaplatz wurden dabei Zwischenkundgebungen durchgeführt.

Während dieser Demonstration wurden die Teilnehmer mehrfach aufgefordert, anschließend nach Heidenau zu fahren. 400 Teilnehmer folgen diesem Aufruf letztlich und trafen gegen 19.00 Uhr am Heidenauer Bahnhof ein, wo der Jenaer Pfarrer Lothar König einen Aufzug anmeldete. Dieser führte vom Bahnhof über die August-Bebel-Straße bis zur Flüchtlingsunterkunft an der S 172. Nach einer Zwischenkundgebung vor dieser, an der auch mehrere Flüchtlinge aus der Unterkunft teilnahmen, ging es über die Güterbahnhofstraße wieder zurück zum Bahnhof. Außer einem gezündeten Böller kam es dabei zu keinen Vorkommnissen.

Während der Demonstrationen stellten Einsatzkräfte keine nennenswerten Gruppierungen der sogenannten Asylkritiker im Einsatzraum fest. Gegen 21.30 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte auf dem Parkplatz „Sportforum“ zwei Fahrzeuge, deren Insassen dem Lager der Asylkritiker zugerechnet werden. Dabei stellten die Beamten Pyrotechnik fest. Die weiteren Ermittlungen hat die Dresdner Kripo übernommen.

Der Polizeieinsatz dauert an. Dabei liegt die Schwerpunktaufgabe im Schutz der Flüchtlingsunterkünfte.

Quelle: Polizei Dresden