Demonstrationszüge vor der Stadtratssitzung

Vor der Stadtratssitzung am Donnerstag haben sich zahlreiche Demonstranten vorm Kulturrathaus in Dresden-Neustadt versammelt. Widererwartend ist nicht der Tagespunkt zu Asylbewerberheimen der Anlass. Schüler und Eltern protestieren gegen marode Schulen. Mehr Informationen bei DF-Online.+++

Ab 16 Uhr tagt der Stadtrat im Kulturrathaus auf der Königstraße. Unter Punkt 7 der Tagesordnung wird die Vorlage V 0085/14 „Maßnahmeplan zur Schaffung zusätzlicher Unterbringungsmöglichkeiten“ behandelt. Sie ist unter anderem der Stein des Anstoßes für das Protest- und Demonstrationsgeschehen der letzten Wochen.

Aus aktuellem Anlass überträgt Dresden Fernsehen im Vorfeld der Stadtratssitzung vor Ort von dem Geschehen.

Erste Überraschung: Nicht die Asyldebatte ist Anlass für Proteste vorm Kulturrathaus, sondern marode Schulen!

Doch verhärten sich in Dresden zunehmend zwei Fronten: Auf der einen Seite argumentieren Unterstützer der Bewegung Pegida mit angeblich drohender Islamisierung, Ausländerkriminalität und Benachteiligung der deutschen Bevölkerung.

Auf der anderen Seite machen sich zahlreiche Akteure aus Wissenschaft, Kirche und Politik unter dem Bündnis „Dresden für alle“ für kulturelle Offenheit und eine Willkommenskultur stark. Beim Sternlauf am Montagabend wollten sie ein Zeichen setzen.

Mit Pegida ins Gespräch kommen möchte die Stadt über rund 11.000 Flüchtlinge, die in Sachsen allein in diesem Jahr erwartet werden. Das sind allerdings gerade mal 0,2 Prozent der Bevölkerung in ganz Sachsen.

Im
Internet sorgt Pegida derweil am Mittwochabend erneut für Furore. In
einem Positionspapier bekennen sich die Aktivisten zum Asyl in
Deutschland.

Die 19 Punkte des Papiers legen zumindest eine Grundlage fest, an der man die Bewegung jetzt messen kann.

Doch
wie ernst ist das Bekenntnis der Vereinigung, die bisher nahezu jedes
Gespräch bei Protesten und Diskussionen ausgeschlagen hat – weil sie
sich von Medien und Politik falsch dargestellt sieht?

Auch für eine klarere Einwanderungs- und Asylpolitik geht die Pegida auf die Straße. Neben Dresdner Bürgern laufen hier nach Expertenschätzung allerdings auch circa 400 Personen aus dem rechten Spektrum mit.


Im Video erhalten Sie erste Eindrücke von den Demonstrationen vor der Stadtratssitzung. Dresden Fernsehen Reporter Jonathan Wosch befragt die Protestanten zu ihren Forderungen. 

Außerdem sehen Sie einen Überblick zum Demonstrationsgeschehen in Dresden sowie ein Interview mit der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU).

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