Demos am 5. März – Nachbesprechungen

Die Demonstrationen vom 5. März sorgen nach wie vor für Diskussionsstoff.

Am Dienstagabend hat die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zu einem Gespräch ins Rathaus geladen. Helen Flämig berichtet.

Etwa 40 geladene Gäste haben sich am Dienstag im Chemnitzer Rathaus eingefunden – darunter verschiedene Akteure, wie Vertreter vom Stadtsportbund, der Handwerkskammer, der Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag, dem Bündnis für Frieden und Toleranz und dem Stadtrat.

Mit der Diskussionsrunde wollte sich die Oberbürgermeisterin einen Überblick über die verschiedenen Eindrücke der Demonstrationen vom 5. März verschaffen und außerdem neue Vorschläge zur Organisation der Demonstrationen im nächsten Jahr sammeln.

Das Hauptziel dabei ist, die verschiedenen Akteure zusammen zu führen, so dass in Zukunft alle an einem Strang ziehen und effektiv zusammen arbeiten können.

Von Seiten der Aktionsgruppe Chemnitzer Friedenstag wurde bemängelt, dass die Oberbürgermeisterin bei dem gestrigen Gespräch nichts mit dem Bündnis für Frieden und Toleranz anzufangen wusste.

Auch von Seiten des CDU-Bundestagsmitglieds Frank Heinrich hagelte es Kritik:
Ihm „wäre es wichtig, eher für etwas zu sein, als dagegen“.

Positiv zu werten ist aber, dass bei dem Gespräch schon erste Ideenansätze für den kommenden 5. März gesammelt wurden, so die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag gegenüber SACHSEN-FERNSEHEN.

Nun sollen weitere Ideen gesammelt werden – dann ist eine weitere Diskussionsrunde zwischen den verschiedenen Akteuren und der Oberbürgermeisterin geplant, so eine Sprecherin der Stadt. Es soll ein Weg gefunden werden, dass Nazis in unserer Stadt wirklich keinen Platz finden.